|
Gästebuch |
Kommentare von Leserinnen und Lesern zum Buch "Reisen in
das Land der Kriege. Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien".
Wenn Sie Ihre Meinung im Gaestebuch
eintragen wollen,
schicken Sie bitte eine E-Mail an: kontakt@koepruner.info
Ihr Eintrag wird demnächst bearbeitet.
Sehr geehrter Herr Köpruner! Schon lange wollte ich mit Ihnen in Kontakt treten, Ihnen mitteilen, dass mich Ihr Buch "Reisen in das Land der Kriege" mehrfach schon sehr bewegt hat und ich es für ein wichtiges und nützliches Werk halte. Ihren Vortrag in Bregenz im April letzten Jahres habe ich ebenfalls mit großem Interesse besucht. Auf Grund meines Hobbys - ich interessiere mich für Eisenbahnen, deren Fahrzeuge und deren Geschichte - bin ich seit 1991 regelmäßig "am Balkan" unterwegs. Zuerst in Rumänien, da waren damals noch die mit Dampflokomotiven betriebenen Waldbahnen für mich ein lohnendes Reiseziel, zwei Jahre später erstmals via Rumänien nach Bulgarien und dort habe ich mittlerweile das ganze Land kennengelernt und bin sicher einmal im Jahr dort. Den Gesamtstaat "Jugoslawien" habe ich als Reisender leider nicht mehr kennen gelernt und die Kriege dort machten es für mich lange Zeit erforderlich, via Rumänien nach Bulgarien zu fahren - nachdem ich das Flugzeug verschmähe, bin ich immer auf dem Landweg unterwegs. Im September 2001 konnte ich als Teilnehmer einer Eisenbahn-Exkursion Bosnien-Herzegowina (Raum Tuzla, Banovici) und Serbien (Museumsbahn Mokra Gora) trotz zuerst großer Bedenken meinerseits besuchen. Und da ist es mir wie Ihnen ergangen - meine Vorurteile ("natürlich" gegen Serbien) haben sich absolut nicht bestätigt. Vielmehr blieb die Gastfreundschaft der Menschen in allerbester Erinnerung und dann steht man da - mit seinen nicht bestätigten Vorurteilen und fängt immer mehr zu denken und zu überlegen an. Im Jahr darauf bin ich als Solo-Reisender bereits via Serbien nach Bulgarien gefahren. Letzten Herbst habe ich selbst eine kleine Gruppe von Hobbykollegen durch Serbien geführt und über die Eisenbahnen selbst konnte ich in der einschlägigen Fachpresse auch ein wenig publizieren.
Mittlerweile habe ich sämtliche Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien mehrfach bereist, Land und Leute sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ihr Buch ist mir dabei ein guter und wichtiger Begleiter geworden. Es hat mich überrascht, dass ich bei einer Internet-Recherche vor einiger Zeit gerade auf das Werk eines Bregenzers gestoßen bin, dem die dortige Region und deren Menschen auch sehr am Herzen liegen. Auch Ihre sehr persönlichen Schilderung der beiden albanischen Autostopper konnte ich an Hand ähnlicher Erlebnisse gut nachvollziehen.Gerade vor einem Monat war ich wieder in Bosnien unterwegs (Prijedor, Doboj, Sarajevo und Mostar) und ein Besuch in Serbien steht noch aus. Zu Ihrer Arbeit für das Buch, die Vortragstätigkeit und sicherlich auch für Ihre berufliche Tätigkeit in Bosnien möchte ich Ihnen das Allerbeste wünschen. Es würde mich sehr interessieren, ob Sie weitere Publikationen planen. Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen, Markus Rabanser, Lochau
Sehr geehrter Herr Köpruner, ein Freund empfahl mir Ihr Buch. Ich begann vor drei Tagen mit der Lektüre und konnte nicht mehr davon ablasssen. Ihr Buch öffnete mir die Augen über die unfassbaren Fehlinformationen, denen auch ich all die Jahre aufgesessen bin, wiewohl immer wieder Zweifel am Wahrheitsgehalt über die Lage am Balkan in mir aufgetaucht waren. Nur eines habe ich noch nicht verstanden. Weshalb lügt bis heute die Weltöffentlichkeit? Weshalb wird Serbien immerzu nur als Bösewicht hingestellt? Wer hat einen Nutzen aus dieser Entstellung der Wahrheit? Vielleicht steckt Geld dahinter oder - was noch schlimmer wäre - soll so ein zukünftiger Konflikt von langer Hand vorbereitet werden, der noch ganz andere Rechnungen begleichen möchte? Auf jeden Fall danke ich Ihnen überaus für Ihr hervorragendes Buch. Dr. Peter Romen, Lochau
Guten Tag, Herr Köpruner, ich habe Ihr Buch "Reisen in das Land der Kriege - Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien" auf Deutsch gelesen und war einfach so begeistert, da ich selber aus dem ehemaligen Jugoslawien komme und viele Ihrer Schilderung von meinen Eltern in ähnlicher Form gehört habe. Ich würde mich freuen, wenn ich das Buch in serbischer Übersetzung bei Ihnen bestellen könnte, um es meinen Eltern zu schenken! Bitte senden Sie mir die notwendigen Daten die ich für eine Bestellung benötige. Dusan Kremeovic, Köln
Lieber Kurt, nachdem wir schon etliche Mails ausgetauscht haben, will ich jetzt doch ein paar Zeilen in Ihr Gästebuch schreiben. Das Buch wühlte mich emotional sehr auf, weil ich mit Jugoslawien verbunden bin. Ich bin entsetzt darüber, wie
wenig ich über mein Geburtsland weiß. Mein Mann liest das Buch jetzt, und ich
warte auf das serbische Exemplar, weil ich es noch einmal lesen möchte.
Bis zu meinem 5. Lebensjahr sprach ich Serbisch und Deutsch. Nach dem Krieg
wurde das im Banat nicht gerne gesehen, und in Zagreb sprach man nur
Kroatisch. Ich lernte erst im Gymnasium in Zagreb wieder Deutsch. Meine Muttersprache habe ich aber bis heute nicht vergessen und legte deshalb auch ein
Dolmetscherexamen ab.
Ich bin Donauschwäbin, 1939 in Belgrad geboren und lebe seit 1954 in
Deutschland. Meine Mutti war Kroatin und Vati sg. Volksdeutscher bzw. Donauschwabe. Die Vorfahren kamen Ende des 18. Jahrhunderts aus der Gegend von Trier im Schwabenzug mit einer Ulmer Schachtel ins Banat. Wir konnten die Unterlagen aus dem Archiv in Wien bekommen. Mein Großvater väterlicherseits wurde 1944 in einer sg. Aktion Inteligencija aus dem Dorf geholt und erschossen. Wir kennen sein Grab nicht. Er war damals Ortsvorsteher.
Mein Vater sprach vier Sprachen: Rumänisch, Deutsch, Ungarisch und Serbisch.
Sein Geburtsort liegt jetzt in Rumänien, die Grundschule besuchte er in
ungarischer, das Gymnasium in serbischer Sprache. Vati war bis 1946 interniert und verbrachte keine schönen Jahre in einem Lager. Er war aber sehr serbophil und wurde von den Serben geschätzt und zweimal aus der Schlange für die Deportation nach Russland herausgeholt. Meine Mutti, meine 1944 geborene Schwester und ich wurden von Muttis Bruder im Sommer 1945 nach Zagreb geholt, wo ich bis 1954 die Schule besuchte. Ich wäre vor meinem 18. Geburtstag Lehrerin gewesen. Diesen Beruf übte ich nach einem Studium an der Pädagogischen Hochschule fast 30 Jahre in Deutschland aus, wo ich hauptsächlich Englisch unterrichtete.
Wir kamen als sg.Spätheimkehrer 1954 nach Deutschland, wo Vatis Schwester,
die schon nach dem Krieg über Österreich flüchtete, lebte. Mich steckte man sofort in ein Internat (Lehrerinnen-Oberschule), meine Eltern und meine Schwester wurden durch sieben Flüchtlingslager geschleust. Lieber Kurt, jetzt bin ich doch wieder ins Erzählen gekommen. Ich habe dir das alles schon berichtet.
Ich war in der Zwischenzeit schon dreimal in Sarajevo, wo eine junge Familie
aus Srebrenica wohnt, die ich finanziell unterstütze. Sie wurden abgeschoben
und verbrachten davor viel Zeit in meinem Haus. Ihr kleiner Sohn ist hier
geboren und schon 8 Jahre alt. Sie sind froh, meinen Rat, in die Heimat
zurückzukehren, befolgten, obwohl sie es nicht einfach haben. In Srebrenica verlor H. seinen Bruder, er hat Schreckliches erlebt. Jetzt konnten sie ein Häuschen bauen, die Kosten für das Baumaterial musste er abarbeiten.
Er fragte mich: "Wofür haben wir gekämpft? Wir lebten doch alle friedlich
miteinander." Es ist alles fast so, wie es früher auch gewesen ist. Serben und
Moslems leben wieder in diesem Dorf gemeinsam. Als ich dort war, luden mich eine junge und eine ältere Frau zum Kaffee ein. Sie lebten in einer Holzhütte neben der Baustelle ihres Hauses. Die ältere Frau verlor Mann und zwei Söhne in Srebrenica. Einer davon war der Mann der jüngeren Frau. Sie ist von Beruf Chemikerin und arbeitslos.
Über dein Buch, lieber Kurt, bin ich froh (soweit man hier das Wort froh
benutzen kann), weil ich eine andere Sichtweise kennenlernen konnte. Wenn ich in Zagreb bin, höre ich nur einseitige Beurteilungen. Eine Diskussion mit
meinen Freunden ist unmöglich, obwohl alle Akademiker sind und man annehmen
sollte, dass diese Leute die Situation objektiv beurteilen könnten.
Nein! Das ist nicht möglich. Der Hass zwischen den Völkern ist groß. Als
meine kroatische Cousine 1954 heiratete, ging mein kroatischer Onkel
(Professor!) nicht zur Hochzeit, weil der Bräutigam Serbe war. Später hat er ihn aber lieb gewonnen. Als wir einmal in Crikvenica eine Wohnung betraten, sah ich das berühmte Bild, auf dem zu sehen ist, wie Kroaten an die Adria kamen. Die Hausherrin war erfreut, dass ich nicht Jugoslawen sagte.
Das Grab Tudjmans in Zagreb ist mit einer Riesenplatte aus schwarzem Marmor
bedeckt. Es sind immer frische Blumen und brennende Kerzen darauf zu sehen.
Die serbische Ausgabe deines Buches schenkte ich meinen Freunden aus
Podgorica. Sie sind dabei, es zu verschlingen. Als sie vor ein paar Tagen bei mir waren, sangen Kaca und ich das "Jugoslavijo-Lied". Sie bedauern es, dass alles so gekommen ist. Kaca ist Serbin und ihr Mann ist montenegrinischer Arzt.
Wir wollen dieses Jahr Richtung JUGO reisen. Ich verstehe JUGO geographisch
- das ist der Süden. Kroaten wollen das nicht hören, man muss jetzt höllisch
aufpassen. Wenn ich Übersetzungen mache, muss ich differenzieren. Jetzt
werden mit aller Macht Unterschiede gesucht. In Montenegro wird sogar ein neues
"crnogorski" Wörterbuch gedruckt. Dabei sind bzw. waren die Unterschiede gar
nicht relevant. Jetzt darf man aber in Zagreb die Monatsnamen nicht mehr
international nennen, man muss die alten kroatischen Namen benutzen. Die alten
Monatsnamen sind zwar schön, ich finde aber, dass man da ruhig global denken
sollte.
Ich könnte ohne Ende weiterschreiben, glaube aber, dass ich jetzt Schluss
machen sollte. In diesem Sinne, herzliche Grüße an Sie und an Snjezana,
von H.L. aus dem Ostalbkreis.
Lieber Herr Köpruner, ich habe Ihr Buch gelesen und bin sehr beeindruckt, sowohl vom Stoff, als auch von Ihrer Betrachtungsweise. Gratulation! Herzliche Grüße! Prof. Dr. Milos Okuka, München
Sehr geehrter Herr Köpruner, vielen Dank für das sehr spannende und hervorragend sowie authentisch erzählte Buch! Ich beschäftige mich seit einiger Zeit sehr mit dem Thema und habe zuletzt 2 sehr interessante Bücher gelesen, die beide Ihre Erlebnisse - wenn auch etwas weniger aus dem Leben gegriffen - aber eben auf andere Weise und Sicht belegen. Vielleicht sind sie Ihnen ja bekannt, ansonsten verweise ich gerne auf V.P. Gagnon: The Myth of Ethnic War - Serbia and Croatia in the 1990s (Englisch) und Germinal Civikov: Der Milosevic-Prozess. Beste Grüße, Elvir Stupar, Frankfurt a. M.
Sehr geehrter Herr Köpruner, ich habe vor einigen Tagen per Zufall Ihr Buch im Internet entdeckt. Nachdem ich die Leseprobe durchgelesen hatte, wusste ich, dass dieses Buch in meine kleine private Jugoslawien-Sammlung gehört!
Ich las es sehr langsam, sehr genau, manche Stellen mehrmals und sehr oft musste ich es weglegen, weil ich nicht glauben konnte, was ich las! Ich konnte nicht glauben, dass jemand, der nicht "Jugoslawe" war, so etwas durchgemacht, die Wahrheit gefiltert und dann noch in ein Buch geschrieben hat! Unglaublich! Ein grosses Kompliment! Wow!
Ich hoffe, dass Sie in nächster Zeit vielleicht wieder ins Ländle kommen, um einen Vortrag zu halten! Ich möchte Sie unbedingt persönlich kennenlenen! Mit Ihnen muss man einfach gesprochen haben!
Ich selbst bin Serbe, komme aus Krusevac, wo das liegt wissen Sie sicher! Meine Eltern sind 1972 nach Österreich gekommen! Usprünglich nur auf ein Jahr! Mittlerweile sind 35 Jahre vergangen, Meine Mutter ist in Pension und mein Vater braucht nicht mehr lange dafür! Beide haben bei der Fa. Wolford in Bregenz gearbeitet. Ansonsten habe ich Fachschule für Maschinenbau besucht und bin auch in dieser Branche unterwegs!
Eigentlich hat mich der Balkan nie richtig interessiert! Doch mit dem Älterwerden ändert sich alles! Mittlerweile bin ich 28, verheiratet, werde bald Papa und lese viel über die Zeit von damals! Speziell interessiert mich die Zeit von 1937 bis 1991! Eine sehr interessante Zeit, die viele Rückschlüsse erlaubt, was dann ab 1991 passiert ist!
Vielleicht sind Sie in nächster Zeit wirklich im Ländle unterwegs und wir könnten uns bei einem gutem Sljivovic ein bißchen unterhalten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen! Herr Köpruner, ich wünsche Ihnen Alles Gute! Freundliche Grüsse, Dejan Bocic, Bregenz
Sehr geehrter Herr Köpruner, mit Ihrem Buch "Reisen in das Land der Kriege", das ich in nur 3 Tagen verschlungen habe, fällt mir als gebürtige Serbin, in Deutschland lebend, ein riesen Stein vom Herzen! Mit diesem Buch sind Sie der erste mir bekannte West-Europäer, der an die im Westen "verkaufte" Geschichte der "bösen Serben", zweifelt, die damalige österreichische und deutsche Außenpolitik in Frage stellt und die Nato-Bomben von 1999 kritisiert. Ich bin Ihnen unendlich dankbar für dieses Buch! Dankbar, weil ich allmählich an den mir in der Kindheit übermittelten Tatsachen und die Wahrheit über den Krieg und die Vorgeschichte anfing zu zweifeln. Ich begann "deutsch" zu denken, begann ebenso wie andere West-Europäer zu behaupten, dass die Serben tatsächlich die alleinige Schuld an den Balkan-Kriegen hatten. Doch aus meiner Kindheit kannte ich es anders. Meine Eltern haben mir so gut es ging versucht zu vermittelt, dass "alle Seiten Schuld haben ...", doch das wurde im Westen nie gerne gehört.Eines Tages, es war der erste Schultag in der HTL in Baden bei Wien, hörte ich sogar meinen Klassenlehrer gegen die "bösen Serben" wettern. Er rief einen Schüler nach dem anderen auf, um sicher zu stellen, das alle anwesend seien. Als er meinen Namen aussprach, ging es mit einer Frage einher: "Sind Sie Serbin?". Als ich bejahte, meinte er schon fast boshaft: "Ach ja, also eine von den Bösen!". Die ganze Klasse sah mich an als wäre ich eine Außerirdische und ich schämte mich in Grund und Boden. Damals war ich 16, heute 25, und heute wie damals halte ich mich aus allen Diskussionen den Balkan betreffend raus, weil es als Serbin keinen Sinn macht zu argumentieren.Doch Ihr Buch verschafft mir persönlich inneren Frieden. Es bestätigt das Zweierlei-Maß-System, mit dem Europa das Balkan-Problem gemessen hat. Ich habe mich also nicht geirrt, als ich die deutsche Medienhetze gegen die Serben als ungerecht empfand. Meine Eltern hatten mich also nicht belogen, als sie sagten, dass "es alle waren, die Krieg machen". Nun, ganz nebenbei, mein Vater ist Kroate, meine Mutter Serbin und ich - ich bin wohl immer noch eine "Jugoslawin mit österreichischem Pass, in Deutschland lebend!" Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für die Zukunft! Mit freundlichen Grüßen, Suzana Avramovic.
Dear Kurt! ... Now about your book. I started reading it a year ago, I red it slowly, with pencil notes, with discussion of some points with my Serbian friends. It's your book which makes me feel Serbia close to me, while geographically I'm quite far. I like the way you write, I like the amount of details, names and dates, I like that I can use your book to explain the situation in the country not only in general emotional words but also with rich factual material. And most of all I like this book because it's a unique gathering of what I know and what I want to know about Serbia under one cover. It's a book for keeping a constant connection with this country. And the reason for all of this is that we think in the same direction. I don't know if you think of edition of this book in Russia (maybe it already exists?), but if not – I would be glad to offer my help in translation. Your Natasha Latonova (Egorocheva), Moscow.
Guten Tag Herr Koepruner, ich habe mit meiner Frau eine ausgiebige Reise durch Kroatien und Bosnien-Herzegowina unternommen. Vor Beginn der Reise wollte ich mich etwas ausführlicher informieren und deshalb habe ich Ihr Buch gekauft. Es hat sich gelohnt. Sehr gut zu lesen und man versteht jetzt viele Sachverhalte viel besser! Kompliment! Liebe Grüße, Rudolf Baier, Friedberg / Bayern.
Sehr geehrter Herr Köpruner, gestern Abend habe ich Ihr Buch in serbischer Sprache zu Ende gelesen. Auf Deutsch konnte ich es noch nicht bekommen, denn ich lebe und arbeite seit fünf Jahren in Montenegro, aber ich werde es mir besorgen. Den Hinweis darauf erhielt ich vor ca. zwei Monaten von einer österreichischen Freundin. Das Buch hat mich sehr bewegt, gehöre ich doch auch zu den Menschen, die nicht viel von dem glauben, was uns Medien und Politiker weismachen wollen. Um mir selbst ein kleines Bild machen zu können, bin ich im Juli/August 1995 mit einer Freundin, die schon oft humanitäre Hilfe nach Ostmostar (muslimischer Teil) gebracht hatte, dorthin gefahren. Da ich zu der Zeit an einer deutschen Universität tätig war, knüpfte ich Kontakte zu der dortigen, und daraus ergab sich eine umfangreiche Zusammenarbeit mehrerer Fakultäten, die bis heute andauert.
Die Propaganda der rot-grünen Regierung für den Krieg gegen Serbien habe ich als beschämend erlebt. Seitdem war keine Partei mehr wählbar für mich. Seit Oktober 2001 bin ich mit den Kenntnissen und Lebenserfahrungen, die in dieser schwierigen Phase nützlich sein können, in Montenegro eingebunden in ein Netz von nationalen und internationalen Personen/Institutionen, die sich um nachhaltige Entwicklung bemühen. (Darauf näher einzugehen soll nicht der Zweck dieses Briefes sein.)
Ihr Buch hat mich aus mehreren Gründen bewegt, erfreut und – als Deutsche und Europäerin – getroffen. Hier hat jemand, der ein rein persönlich-geschäftliches Interesse an Jugoslawien hat, über viele Jahre nicht locker gelassen in seinem Drang, zumindest teilweise zu verstehen, was sich vor den verschlossenen oder manipulierten Augen der Welt vor unserer Haustür abgespielt hat. In gewisser Weise erinnert mich dieses Erkenntnisinteresse an das der als Verschwörer abgetanen Hinterfrager der 11.9. – Ereignisse. Auch da gibt es ja ein Gewirr von ungelösten Fragen; sicher ist m.E. nur, daß die offizielle Version nicht stimmt, und manches spricht dafür, daß es ganz anders war. Diesem „ganz anders“ gehen Sie auf überzeugende Weise nach mit Hilfe aller bewährten Methoden der Wahrheitsfindung: Fragen, Nachdenken, Lesen, Vergleichen – kurz dem eigenen Verstand und der eigenen Urteilsfindung trauend.
In gewisser Weise haben Sie zu einer „Ehrenrettung“ der Deutschen und Österreicher beigetragen. Wir können als Individuen nur sehr wenig verantwortlich für die nationale Politik gemacht werden, und doch kann man sich als aufrichtiger Mensch nicht ganz davon lösen. Wir sind alle Botschafter, ob wir es wollen oder nicht. Gefreut hat mich, daß Sie dies im positiven Sinn bei Ihren Reisen gespürt haben: Sie wurden als jemand angenommen, der sich auf die schwierige Suche nach Hintergründen, Zusammenhängen, Interessen und vor allem Verständnis für unendlich schwere Schicksale gemacht hat.
Getroffen hat mich das Buch auch, weil ich viele Beobachtungen, Erfahrungen, Informationen und Erkenntnisse der letzten zwölf Jahre bestätigt oder ergänzt fand. Wie Sie habe ich Freundinnen und Freunde, vor allem in Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Ich habe mein jetziges Zuhause liebgewonnen. Und ich konnte die schwarz-weiß Malerei nicht glauben. Doch bleibt die Frage, in wessen Interesse die Zerschlagung Jugoslawiens lag. Es müssen starke, langfristige Interessen sein. Ich danke Ihnen für die Erhellung, die ich durch Ihre Arbeit erhalten habe. Wenn Sie bei Ihrer nächsten Reise auch Montenegro einplanen, sind Sie herzlich willkommen. Mit freundlichen Grüßen Sylvia Drovs, Podgorica
Sehr geehrter Herr Köpruner! Zu meinem Geburtstag im Dezember bekam ich von meiner Frau Ihr Buch geschenkt, daß ich sogleich "verschlungen" habe. Ich frage mich, warum ich es nicht viel früher bekommen und gelesen habe. Ich war selber, bevor ich in Schleswig-Holstein Gemeindepastor wurde, zweimal als Militärseelsorger der Deutschen Bundeswehr auf dem Balkan eingesetzt, von Dezember 1997 bis April 1998 in Bosnien (Sarajevo) und von Mai 2001 bis November 2001 im Kosovo (Prizren).
Beginnen wir mit Ihren Ausführungen zum Kosovokrieg: Ich stimme Ihnen aus vollem Herzen bei Ihrer Analyse zur Unnotwendigkeit und Unrechtmäßigkeit des Krieges zu, habe selber damals in den Lebenskundlichen Unterrichten so argumentiert. Ihre Beobachtungen, z.B. in Orahovac und Velica Hoca, waren ebenfalls noch 2001 so zu machen. Was die Kriege in Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina angeht, so habe ich bei Ihnen Erinnerungen auffrischen können und noch neue historische und analytische Einblicke bekommen können. Manches, was ich ahnte, haben Sie mir begründet. Ihre Reiseerfahrungen in Serbien beantworten mir auch manche Frage. In Erinnerung bleibt mir übrigens auch ein Wort des ehemaligen EU-Administrators in Mostar, Hans Koschnick, den ich auf einem Lehrgang kennen lernte: "Wer zu Europa gehören will, der soll sich auch so benehmen." Hoffentlich lernen das noch viele auf dem Balkan. Alles in allem danke ich Ihnen für ein sehr gutes, spannendes und immens wichtiges Buch. Ihr Ma
rtin Jürgens, Pastor, Gudow
Sehr geehrter Herr Köpruner, zufällig entdeckte ich Ihr Buch in einer Buchhandlung und blätterte ein wenig darin. Schon beim ersten Lesen merkte ich, dass dies kein Buch wie
jedes andere ist. Prompt habe ich es mir gekauft und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen; ein atemberaubendes Werk! Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich ein Buch in meinem bisherigen Leben (nun ja, ich bin erst 25 Jahre alt) so fasziniert und gefesselt hat, zumal ich auch schon eine recht ansehnliche Bibliothek zum Thema Jugoslawien besitze.
Ich bin Ihnen, lieber Herr Köpruner, zutiefst dankbar für dieses Buch. Wie es schon in Ihrem Gästebuch formuliert wurde, ist Ihr Buch mittlerweile auch zu meinem wichtigsten „Jugo-Lexikon“ geworden. Ich habe es schon unzähligen Freunden und Bekannten weiterempfohlen, immer mit den Worten: „Du wirst Dich wundern!“ Dieser Effekt ließ nie auf sich warten. Mein nächster Traum ist es, einmal sämtliche Nachfolgestaaten von Jugoslawien zu bereisen, aber selbstverständlich nicht als „Tourist“ in klassischem Sinne, sondern so, wie Sie es geschildert haben. Ich freue mich auch schon auf viele interessante Gespräche.
Eine Frage hätte ich noch: Sie waren doch bestimmt seit 2000 wieder viele Male „da unten“ und haben viel Interessantes erlebt: Planen Sie die Veröffentlichung eines weiteren Buches? Ich wäre auf jeden Fall der erste, der alles stehen und liegen lassen würde, um in die nächste Buchhandlung zu sprinten. So, nun verabschiede ich mich aber für hier und heute, ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Christian Maaßen, Krefeld
... für mich nach wie vor, das Beste, was je zu Jugoslawien publiziert wurde. Peter Niedermair, Bregenz, Herausgeber der KULTUR - Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft
Sehr geehrter Herr Köpruner!
Letzte Woche habe ich von einem Freund Ihr Buch zum lesen bekommen.
Mir fehlen die Worte, Hut ab, ein sensationelles Werk, Kompliment! Ich kann nicht sagen, dass ich es in einem Zug gelesen habe,
was keines wegs am Buch lag, sondern weil ich mit den Augen voller Tränen
einfach nichts mehr sehen konnte. Der Druck auf dem Herzen war so gross,
dass ich das Buch von Zeit zur Zeit weg legen musste. Einerseits
wegen der ganzen Erinnerungen, die wieder hochgekommen sind
und andererseits wegen der Fassungslosigkeit, dass es überhaupt
soweit kommen konnte.
Es ist schön zu wissen, dass sich einer, der kein Serbe
ist, getraut hat
so ein Buch zu schreiben.
Ich bin in Prizren geboren, wuchs in Retimlje ein kleines Dorf
der
Gemeinde Orahovac (die Walnussstadt in Ihrem Buch) und in Recane
ein kleines Dorf der Gemeinde Suva Reka (Strecke Pristina -
Prizren) auf. 1991 bin ich in die Schweiz gekommen, nicht wegen
den Unruhen, die da schon im Gange waren, sondern weil weine
Grossmutter damals starb und da meine Eltern seit 1974 in der
Schweiz arbeiten und leben, keiner mehr in Jugoslawien war,
der für mich hätte sorgen können.
Als ich Ihr Buch bekommen habe, bin ich gerade aus Belgrad zurück
gekommen. Ich war in Belgrad an der Beerdigung meines Dorfes
Retimlje (siehe http://www.kosovo.net/news/archive/2006/October_15/1.html ).
Am 17. Juli 1998 wurde mein ganzes Dorf (Retimlje, Gemeinde
Orahovac) von der UCK gekidnappt. Die Frauen wurden mit Hilfe
des roten Kreuzes frei gelassen. Von den Männern fehlt
bis vor Kurzem jede Spur. Im Massengrab Volujak hat man schliesslich
die Überreste unserer Familie und unserer Nachbarn gefunden.
Jedem der mich in Zukunft über die Geschichte Jugoslawiens
ausfragt, werde ich Ihr Buch in die Hand drücken. Was Sie
geschrieben haben, ist das was alle Serben der Welt zu verständlich
machen wollen. Aber leider ist die Welt zu sehr vom Bild der
Wahnsinnigen, von Verfolgungswahn besessenen Massenmördern
geprägt. Mir ist bewusst, dass ich die Rehabilitation der
serbischen Reputation nicht miterleben werde, aber ich hoffe,
dass in hundert Jahren die Geschichte zeigen wird, dass wir
nicht bösartig sind, nur weil wir Serben sind.
Herr Köpruner, ich wünsche Ihnen von Herzen alles
erdenklich Gute. Schöne Grüsse aus der Schweiz. Zorica Nikolic
Lieber Herr Köpruner,
ich kann mich nur den Stimmen meiner Vorredner anschließen.
Was man wirklich besonders hervorheben sollte, ist, dass auch
jemand, der sich mit der Geschichte Osteuropas bisher so wenig
beschäftigt hat wie ich, zu keinem Zeitpunkt wegen mangelndem
Hintergrundwissen ein Problem hatte. Das Buch bringt so viel
gesammeltes und aus so vielfältigen Quellen zusammengestelltes
Wissen zusammen, dass es einfach alles andere zu dem Thema in
den Schatten stellt. Wo bekommt man sonst ein Thema aus Sicht
von offiziellen Statistiken, der hiesigen Presse, der Politik,
von Autoren und Journalisten, aber auch von ALLEN betroffenen
Fraktionen selbst dargestellt. Das Buch ist nicht zuletzt deswegen
so glaubwürdig, weil man immer weiß, wessen Meinung
wiedergegeben wird, und warum dessen Meinung so ist. Der Wechsel
von Fakten und persönlichen Erlebnissen, die Tatsache,
das auch Episoden nicht weggelassen werden, die einfach nur
lustig sind und nicht zum eigentlichen Thema beitragen, macht
das Buch auch noch wirklich gut zu lesen und überfordert
einen nicht. Das Buch hat bei mir ein großes Interesse
daran geweckt, mich weiter mit ähnlichen Themen zu beschäftigen,
dafür ein großes Dankeschön! Freundliche Grüße.
Daniel Al-Kabbani, Regensburg
Lieber Herr Köpruner,
erst vor einigen Tagen hörte ich durch meinen Bekannten
Herrn Dusan Nonkovic aus
Lübeck von Ihrem Buch "Das
Reisen in das Land der Kriege". Ich bestellte es sofort
und verschlang es buchstäblich in zwei Tagen. Sicherlich
werde ich immer wieder darin lesen aber zunächst möchte
ich alle meine Bekannten und Verwandten mit dem Buch bekannt
machen. Hier meine Frage: Kann man das Buch auf serbisch auch
in Serbien bekommen?.. Sonst würde ich es sofort hiermit
bestellen. Es ist das beinduckendste Buch über den Zerfall
Jugoslawiens von Anfang bis Ende. Menschlich warmherzig, geschichtlich
einfach und verständlich zusammengefasst, politisch neutral,
mit vielen authentischen Erlebnissen, mit Humor und Spannung
erzählt. Ich lese sehr viel, schon lange hat mich aber
ein Buch nicht so gefesselt, das ich es nicht weglegen konnte.
Vielleicht weil ich Serbin und so ausgehungert nach der Wahrheit
und Gerechtigkeit bin. Vielleicht aber auch weil ich seit 40
Jahren in Deutschland lebe und einen deutschen Mann habe,
mich sozusagen als "Verräterin" in der schmlimmsten
Zeit für mein Volk gefühlt habe, vielleicht aber weil
es einfach ein gutes Buch ist. Kurz und gut ich hätte gerne
auch die serbische Übersetzung. Bitte teilen Sie mir mit,
wie ich die bekommen kann?Zweite Frage: Ist es möglich
eine Lesung mit Ihnen zu organisieren in Wiesbaden und/oder
Frankfurt? Hier sind zwei Vereine, die in Frage kämen so
eine Lesung zu organsieren. Vielen Dank für das Buch und
ich bin glücklich, dass Sie es geschrieben haben. Mit vielen
lieben Grüßen. Nada
Rath, Wiesbaden
Sehr geehrter Herr
Köpruner, vielen Dank für ihr großartiges Buch.
Es hat mich zutiefst erschüttert, in welcher Klarheit Sie
die komplexen Zusammenhänge zum Untergang Jugoslawiens
auf den Punkt bringen. Zu meinen Bekannten gehören seit
vielen Jahren Menschen aus Kroatien, Bosnien, Serbien, ... ,
Orthodoxe, Muslime, Atheisten wie auch Christen. In vielen,
manchmal auch sehr hitzigen Gesprächen, ist insbesondere
von serbischer Seite Kritik an den deutschen Berichterstattung
geübt worden. Als informierter Demokrat und regelmäßiger
Spiegel-Leser habe ich dieser Propaganda natürlich energisch
widersprochen ...
Viele Dinge, die Sie in ihrem Buch ansprechen, sind mir von
serbischen Freunden damals geschildert worden. Ich habe sie
nicht ernst genommen, zu sehr war ich eingenommen von meiner
Schwarz-Weiß-Seherei. Nochmals vielen Dank für Ihr
Buch. Freundliche Grüße, Theodor
Hirsch, Siegen
Spannend und informativ.
Wer einen Einstieg in die Thematik der Balkankriege in den 90er
Jahren sucht, sollte auf dieses Buch zurückgreifen. Kurt
Köpruner ist es gelungen, Geschichte auf unterhaltsame
Weise nachzuzeichnen ohne die erforderliche Objektivität
vermissen zu lassen.
Er beginnt mit einem Kurzabriss jugoslawischer Geschichte und
erläutert anschließend den Gang des blutigen Zerfalls
des ehemaligen Titostaates. Informationen zur Chronologie, kulturell-historische
Hintergründe der Konflikte, einzelne Vorfälle im Kriegsgeschehen
sowie Kuriositäten und persönliche Schicksale werden
hier zu einer atemberaubenden Mixtur verwoben.
Dabei profitiert das Buch von einem Lebensumstand Köpruners:
Der Autor unterhielt geschäftliche Beziehungen nach Jugoslawien,
als die dortigen sozialen Spannungen im Sog des europaweiten
Zusammenbruchs sozialistischer Systeme an Schärfe zunahmen.
Bei zahlreichen beruflichen und privaten Reisen in den Folgejahren
wurde er sozusagen Zeitzeuge der Kriegsgeschehnisse.
Die Schilderung der vielen persönlichen Eindrücke
und die Dokumentation der unvoreingenommenen Gespräche
mit Einheimischen während der Kriegsjahre machen das Buch
zu einer Besonderheit unter den Publikationen über die
Balkankriege; insbesondere vor dem Hintergrund, dass Köpruner
jederzeit als Privatperson auftritt, nicht als Jornalist, Diplomat
oder Politiker. So gesehen ist dieses Buch wohl einzigartig...
Der Autor verhehlt nicht, dass er die "westliche"
Betrachtung der Konflikte, in der die Serben als alleinige Kriegstreiber
und Schuldige gebrandmarkt und von politischer Seite entsprechend
b
ehandelt wurden, für unzutreffend hält. Diese Sichtweise
belegt er - wie auch eine Reihe anderer Jugoslawienkenner -
mit Fakten, die für sich sprechen und all denjenigen zu
denken geben sollten, die unter dem Eindruck der teils unreflektierten
medialen Berichterstattung der westeuropäischen und amerikanischen
Interventionspoltik ihren Segen gaben.
Das Buch sticht heraus unter vielen Veröffentlichungen
zu dieser Thematik. Es porträtiert den Verlauf der schrecklichen
Jugoslawienkriege und ist aufgrund der persönlichen Note
stets erfrischend zu lesen. (Amazon Leserrezension aus Nordrhein-Westfalen,
gezeichnet: Benny)
Eines der "Muss"-Bücher
zum Ende Jugoslawiens. Die Stärke von Köpruners Buch
ist die Kombination aus persönlicher Erfahrung, Reflexion
und aufmerksamer Medienbeobachtung. Er ist dabei höchst
interessiert, engagiert und fair, aber keinesfalls "objektiv":
seine offene Verachtung gilt den Nationalisten aller Lager,
die den Krieg erst ermöglicht haben; seine große
Sympathie gilt jenen, die bei der ethnisch-nationalistischen
Hysterie nicht mitmachten oder gar nicht mitmachen konnten,
weil sie selbst so multiethnisch waren wie ganz Jugoslawien.
Die menschliche Einstellung des Autors ist ein großer
Glücksfall, denn über den Jugoslawienkrieg lässt
sich sonst kaum ein Bericht finden, der nicht von finanziellen
oder politischen Interessen gefärbt ist oder so zwanghaft
"neutralisiert" wurde, dass man am Ende doch nichts
außer ein paar Namen und Zahlen gelernt hat
.
Bei aller Kritik an der Rolle der Medien und der europäischen
Politik (besonders Deutschlands und Österreichts) bleibt
Köpruner immer auf Distanz zu wilden Spekulationen über
die Motive dieser Beteiligten: Verschw&ou
ml;rungstheorien sind
keine zu finden. Er zeigt aber doch sehr deutlich die Einseitigkeit
der Berichterstattung in den internationalen Medien, die aus
einer Serie von chaotischen, schwer durchschaubaren Bürgerkriegen
mit v
ielen Beteiligten ein vermeintlich klares, aber völlig
falsches Bild "Gut vs. Böse" machten. Es erweist
sich sehr schlüssig, dass die manchmal glücklichen,
oft glücklosen und zuweilen fatalen "Hilfeversuche"
der internationalen Gemeinschaft untrennbar mit diesem Medienbild
verbunden waren. Einige Einschätzungen des Autors sind
mittlerweile von der Geschichte überholt, manche zitierten
Medienberichte durch neuere Entwicklungen relativiert. Dass
er kein professioneller Schreiber ist, merkt man gelegentlich
an etwas holprigen Formulierungen - obwohl die Sprache sonst
sehr zugänglich und das Buch damit angenehm lesbar ist.
Fazit: "Reisen in das Land der Kriege" ist ein herausragendes
Buch über das zerbrechende Jugoslawien der 1990er-Jahre.
(Amazon Leserrezension aus Wien, ohne Namensangabe)
Kurt Köpruner hat ein
Buch geschrieben was ich als sehr sehr wichtig für Deutschland
und auch für Europa ansehe. Er hat den unglaublichen Widersp
ruch
aufgezeigt der zwischen den wahren Geschehnissen in Ex - Jugoslawien
und der antiserbischen Hetze in der deutschen Politik und in
den deutschen Medien.Wer über diesen Konflikt mehr erfahren
will, ja wer Informaionen aus erster Hand haben möchte
der muss dieses Buch lesen. Dieses Buch ist ein perfekter Leitfaden
durch die Ereignisse bis hin zum Kosovo Konflikt. (Amazon Leserrezension
aus Augsburg, ohne Namensangabe)
Sehr geehrter Herr Koepruner! Ihr Buch
habe ich gelesen – in wenigen Tagen –, und ich
werde es wahrscheinlich noch einmal lesen. Für mich war
es einerseits spannend und andererseits sehr informativ, da
ich mich zu jener Zeit überhaupt nicht für dieses
Thema interessierte. Ich wollte gar nichts wissen darüber
– ich verdrängte geradezu. Ich wusste nur, dort
gibt es schreckliche Kriege und es passieren grässliche
Dinge. Jetzt ist es anders, ich achte viel mehr auf Berichte
in Fernsehen, Zeitung und Internet &u
uml;ber die Länder
des ehemaligen Jugoslawiens. Am Schluss des Buches habe ich
geweint. Der Besuch bei Ihrem alten Freund Milan hat mich
sehr berührt. Ich möchte mich all diesen positiven
Kommentaren in Ihrem Gästebuch anschließen. Jedenfalls
möchte ich Ihnen auch zu der Fähigkeit und Begabung
ein Buch und noch dazu ein gutes zu schreiben, gratulieren.
Gertraud Svoboda, Wels
Sehr geehrter Herr Koepruner, ich hatte
von Ihrem Buch zuerst im Jahr 2003 in Valjevo gehört,
damals auf meiner ersten "Balkan-Rad-Erfahrung".
(Ich bin der "Ex-Yu-Radfahrer", von dem Sie offenbar
schon gehört haben, wie ich von Dieter Weber vom Evangelischen
Bildungswerk Regensburg erfahren habe.) Aber damals habe ich
die Empfehlungen von den Leuten des Vereines "Freundschaft
mit Valjevo e.V.", Ihr Buch zu kaufen und zu lesen, nicht
beachtet. Das habe ich dann erst im September letzten Jahres
getan, nachdem ich von mein
er 3-monatigen "Ex-Jugoslawien
Rad-Erfahrung" heim gekommen bin. Und dann hat mich das,
was und wie Sie (be-)schreiben so gefesselt, so fasziniert
und sehr viel beigetragen zu einem nachträglich viel
besseren Verständnis!!! Am 16. Februar 2006 zeige ich
im Evangelischen Bildungswerk Regensburg meine Reisedias;
heute habe ich dafür beim Pustet fünf Exemplare
Ihres Buches auf Kommission geordert, und ich werde den Kauf
und die Lektüre Ihres Buches sowie den Besuch Ihrer Lesung
am 23. März empfehlen. (In der Vorbemerkung meiner "Reisenotizen"
erwähne ich Ihr Buch ebenfalls). Es würde mich natürlich
sehr freuen, wenn Sie am 16. Februar Zeit und Interesse für
meinen Diavortrag hätten. Freundliche Grüße,
Gotthold Streitberger, Regensburg
Sehr geehrter Herr Köpruner, Ihr Buch hat mich wirklich
sehr gebildet, im wahrsten Wortsinn, obwohl ich gerade erst
zwei Drittel gelesen habe. Ic
h finde Ihr Werk, sofern man überhaupt
Vergleiche anstellen kann, in gewisser Hinsicht bei weitem besser
als das Peter Handkes. Ihr Buch kann ich im großen Stil
weitergeben und weiterempfehlen, und die Leser werden es auch
verstehen – denn den Peter Handke verstehen Sie oder ich,
aber ein unbefangener Betrachter kann den armen Mann, für
den ich grosse Sympathie empfinde, sowieso niemals verstehen;
und P. H. gibt sich auch keine Mühe, sich verständlich
auszudrücken, weil er kategorisch ohnehin jeden ablehnt,
der ihn nicht gleich versteht. (Auch das verstehe ich, bin da
dem P. H. sehr ähnlich, schreibe aber deshalb keine Bücher
– die würde niemand kaufen.)
Ich werde in Kürze das Buch fertig lesen und dann auch
ein Gesamtbild haben, aber ich kann schon jetzt sagen, daß
ich ehrlich begeistert bin, weil es leider, leider kein einziges
Werk dieser Art gibt, aber ich fürchte, daß Ihres
auch kein Bestseller mehr wird; und daß diese Schande
so einfach kommentarlos vergessen wird, i
st erst die richtige
Schande. Ich werde auch meine russischen Freunde (wenigstens
diejenigen, die gut deutsch sprechen) mit Ihrem Werk eindecken,
die interessieren sich wenigstens dafür. Unser Problem
ist, daß wir nur mit unseresgleichen zu tun haben und
einander nicht zu überzeugen brauchen, und auch, daß
wir keine Stimme haben, weil wir uns für diesen peinlichen
Politbetrieb zu fein sind. Sie schreiben dasselbe auch über
die kroatische Intelligenzia, und das gilt leider auch für
uns und genauso auch für die Leute z. B. im Kongo. Die
Guten und Ehrlichen, die Seriösen und Sachlichen haben
NIE etwas zu vermelden nur die Lügenmäuler, Fanatiker
und Schaumschläger.
Um mir selbst zu erklären was da damals an Medienterror
für den Krieg gelaufen ist gebe ich sogar frei folgende
Begebenheit zu: Obwohl ich weder fernsehe noch Zeitungen lese
und auch nicht Radio und dann schon gar nicht Nachrichten höre,
ist auch mir damals die allgegenwärtige Medienvorbereitung
de
s Angriffs der USA auf die Serben nicht entgangen. Es sind
mir damals diese ständigen Ultimaten und die friedlich
demonstrierenden Serben in Wien schon derartig auf die Nerven
gegangen, daß ich mich eines Abends am Höhepunkt
der medialen Vorbereitung dabei ertappte, wie ich mir für
dreissig Sekunden inniglichst gewünscht habe, daß
die USA jetzt endlich mit dem Bombardement beginnen, aber nicht
weil ich auch nur das Geringste gegen irgendwelche anderen Völker
und schon gar nicht gegen die leidgeplagten Serben, Kroaten
oder Bosnier habe sondern nur deshalb damit ICH endlich Ruhe
habe und mit meinen Freunden und Bekannten wieder andere Themen
besprechen kann als ob die U.S. Junta und die deutsche Bundeswehr
jetzt gut oder schlecht sind - soviel zur erschreckenden Professionalität
und Wirkung dieser unerträglichen medialen Kriegspropaganda,
der man sich einfach nicht entziehen konnte, selbst wenn man
noch so sehr wollte, so muß es für viele im Dritten
Reich gewesen sein.
Mit eigenen Augen konnte ich in B
or einem hunderte Kilometer
von Belgrad und dem Kosovo entfernt gelegenem riesigen Kupfervorkommen
Zerstörungen durch das Bombardement sehen - niemand konnte
mir bis heute beantworten, wieso die angeblich treffgenauen
US Raketen im wirtschaftlich unentbehrlichen Kraftwerk eines
Bergwerks 300 km von Belgrad entfernt einschlagen müssen
und ganz nebenbei eine Umweltkatastrophe auslösen, es sei
denn da ist jemand den Serben ihr bedeutendes Rohstoffvorkommen
neidig und möchte schon mal eine schlechte Ausgangsposition
für die serbische Regierung schaffen, wenn dann nach dem
planmäßig erfolgten Einzug von Weltbank und IMF die
Privatisierung dieses Bergwerks zugunsten des "Demokratischen
Westens" erzwungen wird.
Daher nochmals, vielen Dank für Ihr Buch, es war für
mich ein echtes Geschenk, ich habe zusätzliche Information,
mit der ich argumentieren könnte, wenn mir jemand zuhören
würde und bin wieder ein Stückchen mehr "gebildet",
im Sinne von zum positiven veränderte Pe
rsönlichkeit.
Alles Gute und bis hoffentlich bald einmal! Mag.
Thomas Eggenburg, Wien
Lieber Herr Köpruner, mir ist es
nicht anders ergangen als Dr. Heinz Loquai: in einem Wochenende
durchgelesen. Ich bin fasziniert! Ich habe mehr gelernt, als
in all den Büchern, die ich bisher gelesen habe –
oder anders rum: es hat genau gepasst und das mir bisher Bekannte
um eine neue Dimension erweitert. Ihr Zugang, der von keinem
Vorurteil getrübt war, und auf Hellhörigkeit, Neugier
und Verstehen-Wollen basiert, ist nicht nur überzeugend,
sondern im wahrsten Wortsinn: aufregend. Ich gratuliere Ihnen
nicht nur zu diesem Buch, sondern zu Ihrem so überzeugenden
Zugang zu diesem so komplizierten Thema. Mit den besten Grüßen,
Prof. Dr. Walter Manoschek,
Wien
Lieber Herr Köpruner, das Buch
hat mich sehr gefesselt, das muss ich ehrlicherweise
gestehen.
Manche Orte und Gegenden kenne ich ganz gut bzw. ich kann
mich an sie erinnern. Dieses Lied, welches sie am Schluss
erwähnen, habe ich nun sehr oft im Kopf. Ob die Sängerin
damals schon wusste, was kommen wird? Sehr vieles ist wieder
hoch gekommen beim Lesen. Ich hoffe sehr, dass ihr Buch von
vielen Menschen gelesen wird und diese nachzudenken beginnen.
Und dass die Menschen endlich beginnen, nicht alles ungefragt
aus den Medien zu übernehmen. Liebe Grüße,
Susanne Karas, Wien
Lieber Kurt! Nach der
Lektuere Deines Buches in Zlatkos Uebersetzung: PUTOVANJA U
ZEMLJI RATOVA ist wirklich ausserordentlich gut geschrieben. Ein wahrhaftiges und redliches Werk! Meine
Gattin liest es schon zum zweiten Mal. Auf Wiedersehen! Stevan
Tontic, Sarajevo
Lieber Herr Köpruner,
obgleic
h ich die Lektüre Ihres Buches, das mir heute in
der Universitätsbibliothek in die Hände fiel, noch
nicht beendet habe, übt es auf mich eine solche Faszination
aus, dass ich nicht umhin komme, Ihnen vorzeitig zu danken und
ein Kompliment auszusprechen.
Trotz der Ernsthaftigkeit der Thematik konnte ich mir bisweilen
manches Schmunzeln nicht verkneifen ob Ihrer lebendigen Darstellung
der Begegnungen, der Mentalität der Menschen, die mir aufgrund
meiner Erlebnisse mit jugoslawischen Freunden so nachvollziehbar
erscheint und Sie, Herr Köpruner, glaubwürdig werden
lässt. Aufgrund der Tatsache, dass einem Gegner der NATO-Aggression
gegen Jugoslawien ein Diskredit bis heute anhaftet, ist Ihr
Buch für mich eine höchst emotionale Angelegenheit.
Carsten Thoms, Bremen
Es ist wirklich wahr, es
gibt eine Menge Buecher zu diesem Thema. Viele sind allerdings
ziemlich einseitig, idR sehr antiserbisch orientiert, wie eben
zu dieser Zeit unsere
Medien, bzw. allg. die Berichterstattung.
Hier werden nicht w
ie
so oft nur die Serben fuer alles verantwortlich
gemacht. Die Rolle aller Volksgruppen werden ohne Maske dargestellt.
Besonders der Beginn des Krieges ist sehr gut recherchiert und
frei von Manipulationen. Fehler der EU Politik oder der Amerikaner
werden klarer. Dies wird auch in den im Buch genannten Quellen
deutlich. Kurt Koepruner ist meiner Meinung nach ein sehr gutes,
neutrales, objektives Buch gelungen. Er schildert die Dinge
wie er sie teilweise selbst dort erlebt hat und in einer Art
und Weise, dass sie jeder lesen kann. Ein an diesem Thema Interessierter
sollte dieses Buch lesen. Auch Leute mit bereits vorgefertigter
Meinung dazu. Das Buch wird ihre Sichtweise veraendern. Man
fragt sich, warum sich so wenige bisher in Den Haag verantworten
muessen. Ich selbst habe nun schon 4 Jahre auf dem Balkan (Bosnien
und Kosovo) in internationalen Polizeikontingenten (Peacekeeping)
verbracht und weiss wovon ich rede. Stephan
Langelott aus Pristina, Serbien u. Montenegro
(Amazon Leserrezension)
Sehr geehrter Herr Köpruner,
Sie haben ein Buch über die w a h r e n
H i n t e r g r ü n d e des Jugoslawienkrieges geschrieben,
das wegen seiner aktuellen Brisanz jeder erwerben sollte. Mit
Ihrer charmanten Wiener Art verstehen Sie es glänzend,
beim Leser anzukommen, ohne die trostlosen Tatsachen zu beschönigen.
Ich will zur Bekanntmachung des Buches beitragen und bestelle
10 Exemplare davon. Vielleicht kann mir der Verlag einen Rabatt
gewähren. Viel Erfolg und herzliche Grüße! Günter
Rahm, Quedlinburg
Guten Tag Herr Köpruner,
es sind dies meine Urlaubstage und – was selten genug
passiert – ich habe wieder einmal ein Buch zu Ende gelesen.
Es war Ihr Buch über den Jugoslawienkonflikt. Gleich vorweg:
ich habe es mit großem Interesse gelesen. Sie haben es
sehr lebendig und spannend geschrieben. Ihre Recherchen haben
sicher gewaltigen Aufwand bedeutet und dies war neben ihrer
Tätigkeit als Gesch&a
uml;ftsmann wahrscheinlich nicht leicht
zu bewältigen. Ich fühlte mich aus mehreren Gründen
von dem Thema angesprochen:
1) Selbstverständlich hat mich (wie viele andere) das Thema
Jugoslawien all die Jahre hindurch beschäftigt. Wie oft
hat man über den Krieg im Freundeskreis diskutiert. Ich
selbst habe einige persönliche Bekanntschaften zu Menschen
aus dem ehemaligen Jugoslawien: Schwiegersohn stammt von einer
bosnischen Familie ab; ein Freund/Bekannter (Internationaler
Schachmeister) lebt in Valjevo; ein anderer guter Freund aus
der Schachszene ging schon 1990 aus Bosnien (Nähe Banja
Luka) weg nach Vorarlberg; ein Kollege in meiner Firma (Kroate)
lebte in Bosnien – verlor alles und ging 1992 nach Deutschland;
1994 traf ich in Szeged bei der Jugend Schach-WM einen Mann
aus Sarajewo – ihn hat es wegen der Kriegswirren als Flüchtling
nach Botswana verschlagen. Er kam – wie viele Jugoslawen
spielte er recht gut Schach – als Betreuer eines schwarzen
Buben zur WM nach Ungarn. Ich hatte ein etwa
zweistündiges
Gespräch mit ihm, das mir auch nach 10 Jahren noch gut
in Erinnerung ist.
usw.
2) Mir imponiert, dass Sie als Geschäftsmann, Zeit und
Interesse hatten, hinter die Kulissen zu blicken. Ich selbst
bin auch seit 1992 als Vertriebsingenieur (später als Produktmanager)
für eine Vorarlberger Firma tätig und hatte viele
Auslandreisen. Nach Jugoslawien kam ich abgesehen von 2-3 Reisen
nach Slowenien aber nicht.
3) Querdenker: die Medienberichte stimmten mit ihrer eigenen
Wahrnehmung nicht überein und so gingen Sie der Sache nach.
Mit ihrem Bericht als Resultat der Untersuchungen nehmen Sie
durchaus (und immer noch) eine recht einsame Position ein. Alle
relevanten politischen Richtungen schneiden dabei gar nicht
gut ab, auch die Grünen nicht – deren Mitglied ich
bin (allerdings in Österreich – nicht in Deutschland,
was vielleicht einen Unterschied ausmacht)
Immerhin würde ich – ohne Sie persönlich zu
kennen – wegen der paar Stellen, wo "Grüne"
recht dumm dastehen, nicht annehmen, dass Sie pauschal alle
Grünen als willfährige Erfüllungsgehilfen der
damaligen Kriegstreiber oder generell als "Nasenbohrer"
(Zerstörung hatte auch gutes") darstellen möchten.
Das selbe gilt für die Parteien von Genscher, Petritsch,
Mock, Kohl usw. Auch in diesen Fällen würde ich zumindest
nicht pauschal jeden Menschen der in diesen Bewegungen tätig
ist, für die Fehlleistungen derer an der Spitze mitverantwortlich
machen. In ihrem Buch wird ja mehr als deutlich, dass Sie Pauschalurteile
über ganze Völker zutiefst ablehnen, ich gehe daher
zunächst einmal davon aus, dass Sie das mit politischen
Parteien und anderen Gruppierungen mit "pluralistischem
Charakter" auch so halten.
Dass Sie im letzen EU Wahlkampf auf der Liste Martin zu finden
waren, ist auf Grund Ihrer Entwicklung zum "Querdenker"
nicht verwunderlich. Ich gebe unumwunden zu, dass mich schon
"gewurmt" hat, dass HPM aus dem Stand die Grünen
in Österreich hinter sich gelassen hat. Immerhin repräsentieren
die Grünen eine Bewegung, die aus mehreren tausend aktiven
Menschen besteht und schon seit mehr als 20 Jahren politisch
tätig ist. Selbstverständlich habe ich mich gefragt,
wie es möglich ist, dass ein HPM mit seinem kleinen Team
diesen Erfolg einfahren konnte. Die Antwort ist mir nach dem
Statement von Johannes Voggenhuber klar geworden. Sie hatten
aus dem ungeheuer großen Reservoir der EU-kritischen Menschen
aber auch der generellen EU-Verneiner (bald muss man wohl sagen
EU-Hasser) sehr erfolgreich für sich geschöpft. Unter
diesen Wählern waren nicht wenige, die noch bei der letzten
Wahl der FPÖ ihre Stimme gegeben haben. Mit ihrer Kampagne
haben Sie – o
b Sie es wollten oder nicht – zur Vertiefung
der EU-Verdrossenheit beigetragen. Jedenfalls war ich dann doch
wieder mit unserem recht guten Abschneiden als "Systempartei"
zufrieden. Sich als Pro-EU Partei darzustellen – also
den Stein den Berg hinaufzurollen – entsprach halt nicht
so ganz dem "Mainstream Feeling", trotzdem gelang
es, einige Prozentpunkte dazuzugewinnen.
Generell glaube ich, dass sich der größte Teil Ihrer
Wählerschaft wahrscheinlich nicht so ohne weiteres mit
den Inhalten Ihres Buches identifizieren würde. Um damit
wieder auf ihr Buch zurückzukommen, mir haben Sie damit
jedenfalls "aus der Seele gesprochen". Dass man gegenüber
den "Herrschenden" zu jeder Zeit eine kritische Distanz
einhalten sollte (und beträfe es die eigene Partei) ist
eine Schlußfolgerung, die ich mit Ihnen teile. Ich bin
noch nicht sehr lange politisch aktiv – eigentlich erst
seit dem zweiten Irakkrieg, den ich viel mehr als das Bombardements
Jugoslawiens als offenen Bruch des Völkerrechts empfunden
habe. Im Jahre 1999, ich gebe es zu, wäre ich wegen des
NATO-Angriffs auf Jugoslawien nicht auf die Straße gegangen
– so wie ich es im März 2003 getan habe. Ich erinnere
mi
ch noch genau: am Morgen des 24. März 1999 (es ist mein
Geburtstag) Stunden vor dem Angriff rief ich meinen Freund und
Bekannten Vlado Kostic in Valjevo an, um ihn zu warnen bzw.
aufzufordern sofort das Land zu verlassen. Zunächst habe
ich mich gewundert, dass ich überhaupt zu ihm durchkam.
Er war sich der Lage durchaus bewußt und sagte mir, dass
man nicht mehr hinaus käme. Er habe es schon zwei Tage
zuvor versucht, alle Grenzen seien aber von jugoslawischer Seite
aus dicht gemacht worden. Vlado – obwohl politisch nicht
besonders geprägt hatte immerhin auch an den Anti-Milosevic
Demos teilgenommen. Später erzählte er mir dann, dass
er die Tomahaws an seinem Haus zum nahegelegenen Industriekomplex
vorbeifliegen sah. Es gab ja u.a. eine große Waffenfabrik
in Valjevo.
Ja, ich hatte auch das Gefühl, dass mit dem NATO-Einsatz
etwas nicht stimmen konnte, dass es viele Opfer kosten würde.
"Um die große Kathastrophe im Kosovo zu verhindern,
wird es aber wohl nötig sein", dies dachte
ich so
wie viele andere. Ausser ein paar weltfremden Spinnern (Handke,
PDS-Vertreter) gab es ja niemanden, der sich dagegen ausgesprochen
hat. Mit ihrem Buch erinnern Sie vor allem an die Notwendigkeit,
den Medien gegenüber sehr kritisch eingestellt zu sein.
Dies gilt heute noch mehr als vor 10 - 15 Jahren und in Amerika
noch mehr als in Europa. Danke, dass Sie das Buch geschrieben
haben.
Schöne Grüsse, Reinhard
Kuntner, Feldkirch
Dieses
Buch ist eines der Besten, die ich je gelesen habe. Der Autor
ist Handelsreisender im ehem. Jugoslawien und bekommt so hautnah
den Beginn des Krieges mit. Bei diesem Buch handelt es sich
um eine Art Tagebuch, es fängt ca. ein Jahr vor dem "offiziellen"
(1990) Kriegsbeginn an. Dadurch erfährt der Leser sehr
viel über die Situation in dem heutigen Kroatien, die zum
Krieg führte. Es werden Ereignisse geschildert, die er
selbst als Augenzeuge beobachtet hat, so z
. B. erzählt
er, wie er die "Kristallnacht von Zadar" (Serben wurden
unter den Augen kroatischer Polizisten in ihren Häuser
verprügelt bzw. aus ihnen vertrieben im Jahr 1990) erlebt
hat. (Amazon Leserrezension, ohne Namensangabe)
lieber
kurt, habe nun endlich dein buch "reisen in das land der
kriege" gelesen, mit begeisterung und in wenigen tagen.
ich bin sehr beeindruckt über deine mit viel einfühlungsvermögen
niedergeschriebenen erlebnisse und vor allem auch für einen
interessierten zeitungsleser bisher nicht bekannten sicht der
vorgänge rund um die balkankriege, diese erkenntnisse stimmen
mich aufgrund der laufenden konflikte im nahen osten, im irak
und anderen konflikten sehr, sehr nachdenklich. liebe grüsse
von deinem alten freund josef meusburger aus wien
Lieber Herr Köpruner,
auf diesem Weg will ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihr Buch „Reisen
in das Land der Kriege“ mit großem Gewinn gelesen
habe. Es ist gegen den Strich der herrschenden Berichterstattung
gebürstet – was mir natürlich sehr gefällt,
und es verbindet persönliche Erfahrung mit nachvollziehbaren,
objektiven Daten. Prof. Dr. Anton Pelinka, Innsbruck
Sehr geehrter Herr Koepruner!
Ihr Buch habe ich innerhalb von drei Tagen gelesen und ich mache
Ihnen ein Kompliment: „Ich habe alle Bücher von Scholl-Latour
und Konzelmann in meinem Besitz und natürlich auch gelesen.
Ihr Buch möchte ich ohne wenn und aber auf die gleiche
Ebene stellen“. Es ist in einem verständlichen Stil
geschrieben. Viele neue Informationen und gut recherchiert.
Wenn Sie militärische Vorgänge beschreiben, verwenden
Sie auch die richtigen Begriffe. Beispiel: Ein Hubschrauber
bombardiert nicht, er beschießt!!! Selbst bei „Ulrich
Tilgner – Der inszenierte Krieg“, aber auch bei
„Stefan Aust/Cordt Schn
ibben – Irak, Geschichte
eines modernen Krieges“ finden sich massenhaft solcher
falschen Begriffe und damit werden solche Bücher in meinen
Augen auch abgewertet. Außerordentlich gut in Ihrem Buch
immer wieder geschichtliche Rückblicke. Sehr gut beschrieben
die Verbrechen auch der Nato-Luftflotte, aber auch die Lügen
eines Scharping und eines deutschen Außenministers.
Mir erging es wie dem General a.D. Heinz Loquai: „In einem
Zug durchgelesen“. Reklame für Ihr Buch fand ich
nur in der „l
ink
en“ Zeitschrift KONKRET. Und hier
haben wir auch das Problem. Für 90 % der deutschen Bevölkerung
ist Milosevic und die Serben die Ursache für diesen Krieg.
Die Mitschuld auch bei den Kroaten oder Slowenen usw. zu erkennen,
wird bei uns ausnahmslos in „linken“ Zirkeln diskutiert.
Auch die Mitglieder in meinem sonntäglichen Stammtisch
sind nicht zu überzeugen. Mein Angebot, Ihr Buch zu lesen,
haben sie alle abgelehnt. Sie ernähren sich leider Gottes,
alle aus der
„Bildzeitung“. Vor kurzem habe ich
einen guten Vortrag über das Kosovo gehört. Es trug
vor ein Hauptmann d. R., Michael Kaiser, er ist Referent des
2. Bürgermeister s aus Nürnberg. Ein guter Mann, er
ist auch in Besitz Ihres Buches. Er fand es außergewöhnlich
gut. Er absolvierte mehrfach Wehrübungen im Kosovo und
kann das sicher beurteilen.
Ihr Buch hatte ich vor ein paar Tagen einem aktiven Hauptmann
ausgeliehen. Er war mehrfach im Kosovo und hat dort als Feuerwerker
gearbeitet. Das heißt, er hat bei geöffneten Massengräbern
überprüft, ob die Leichen nicht mit Sprengfallen (Druck-
oder Zugzünder) gesichert sind. Auch er kann Ihr Buch gut
beurteilen. Seine Worte: „außerordentlich informative,
aufklärende und neutrale Lektüre“.
Die Panzerbrigade 12 aus Amberg ist vor wenigen Tagen mit fast
2000 Soldaten in das Kosovo aufgebrochen. Es wäre mit Sicherheit
sinnvoll, wenn zumindest das Führungspersonal Ihr Buch
gelesen hätte. Aber ich bef&
uuml;rchte, sie alle tappen
genauso blind in das Kosovo, wie die Amerikaner in den Irak.
Ich würde mich auf eine Antwort sehr freuen. Ihr Horst
Carstiuc, Oberstleutnant a.D., Amberg
hallo kurt, finde dein buch sehr gut und frage dich gleich an,
ob du am 26. und am 27. Feber 2005 eine lesung bei uns am "spielboden"
im rahmen des eröffnungsfestes machen würdest. wir
haben 3 tage eröffnung des umgebauten "spielbodens"
unter dem motto "öffnen und eröffnen. wäre
super. Ulrich Gabriel, Dornbirn
Lieber Kurt, ich habe Dein Buch fertiggelesen. Es war nicht
leicht, weil beim Lesen habe ich die Gefuehle in mir wiedererkannt,
die ich ueblicher Weise bei Jugoslawien-Erfahrungen spuere:
bittere Ueberraschung, Zorn, Melancholie... Weil Du mit der
persoenlichen Erfahrung gestartet hast, ist dein Schreiben aufrichtig
und beeindruckend wie sonst sehr selten bei anderen Autoren.
Die Interpretation und Erklaerung der politischen Ursachen dieser
Tragoedie ist schwer: beide haengen von der Weltanschauung bzw.
Ideologie von jedem ab, die bei uns auch nicht genau die selbe
sind. Aber direkter, aufrichtiger Zeuge zu sein, das ist ja
das Wesentlichste und das Wichtigste. Andrea Martocchia,
Strasbourg
Sehr geehrter Herr Köpruner, Ihr Buch „Reisen in
das Land der Kriege“ hat mir sehr bei meiner Balkanreise
geholfen. Anläßlich der Vorbereitung eines Schülteraustausches
mit einer serbischen Schule bin ich im September zusammen mit
einem weiteren Mitreisenden nach Serbien aufgebrochen (Kraljevo),
wo ich ca. 10 Tage war, besuchte die EU-Monitore in Sarajevo
und war kurz in Kroatien. Vielen Dank und mit freundlichem Gruß. Mario Weltermann, Münster
Dear Kurt Koepruner, I have red your excellently written, ingenious – and above all highly ethical – book. Let me know
when you will come to Belgrade again b
ecause I like to discuss
with you your forthcoming book. Best regards Mirjana
Vasovic, Belgrade
Sehr geehrter Herr Köpruner! Ich war zwischen 1992 und
1994 als Journalist im ehemaligen Jugoslawien (Sarajevo und
Pristina) und habe später meine Diplomarbeit zum Thema
der Anerkennungspolitik durch die EU geschrieben. Sie können
sich sicher vorstellen wie es für einen damals 23jährigen
war, einen bewaffneten Konflikt solcher Dimension unmittelbar
zu erleben und dabei "naiv" das eigene Leben zu riskieren.
Und wofür? Für eine falsche und viel zu oberflächliche
Berichterstattung in Deutschland, die unter anderem zur Zustimmung
einer aus meiner Kenntnis fehlgeleiteten Politik gegenüber
Restjugoslawiens geführt hat.
Ihr Buch ist schlicht und einfach authentisch. Das erkennen
vielleicht auch nur jene, die selbst vor Ort waren, aber das
Wort trifft es am besten. Sie beschreiben die Dinge einfach
wie sie waren und es wäre mir sicher eine Hilfe gewesen,
dieses Buch bereits 1997 gehabt zu haben, als ich meine Diplomarbeit
geschrieben habe. Meine Beobachtungen beschäftigen sich
vornehmlich mit den Jahren 1991 bis 1993.
Die Diskrepanz zwischen Medien und Wirklichkeit hat mich als
junger "idealistischer" Journalist schockiert. Ich
habe Jahre gebraucht, um das was ich dort gesehen habe zu verarbeiten,
obwohl es immer nur ein paar Tage waren. Neben anderen Erlebnissen
hat mich das alles bewegt Politik und Soziologie zu studieren
und eben dann meinen Abschluss über die Anerkennungspolitik
zu schreiben. Im Focus steht die fatale Entscheidung Deutschlands
die Republiken Kroatien und Slowenien voreilig anzuerkennen.
Die Art und Weise wie der damalige Aussenminister Genscher sich
von Kohl hat drängen lassen, noch vor Weihnachten 1991
die Anerkennung aus zusprechen, war in mehrfach er Hinsicht
fatal. Herzliche Grüße, Thore Dohse, Wien
Why your book isn't translated into the French language? I think
that it is a useful book for the
public and it must be translated
in all languages. I live in France (since 1992) as a teacher.
Before that I lived in Zadar and Zrenjanin, and I was really
h
appy to find the book that you wrote. I 've red it in serbian
language but I think that French people should read it as well.
Do you think that it will be translated in Fre
nch, and did you
find a translator? If I could help with this problems I would
be glad. Jadran Svrdlin, Marseilles
Sehr geehrter Herr Köpruner, anfangs war ich aus verschiedenen
Gründen durchaus unschlüssig darüber, Ihnen zu
schreiben, doch wollte ich diesen Brief an Sie nicht an meiner
unbegründeten Skepsis scheitern lassen. Wie Sie es sich
sicherlich bereits denken können, ist es mir ein Anliegen
in diesem Schreiben auf einige Punkte zu sprechen kommen, die
Ihr Werk "Reisen in das Land der Kriege" betreffen.
Um unnötige Umschweife jeglicher Art jedoch gleich im Vorhinein
zu vermeiden, möchte ich hiermit darauf zu sprechen kommen,
dass dieses Wer
k für mich eine unglaubliche Meisterleistung
Ihrerseits darstellt. Sie können mir ruhig glauben, dass
ich mich mit dem Thema "Balkankrieg/e" in letzter
Zeit zur Genüge auseinandergesetzt habe, da vor allem der
Bosnienkrieg auch der Grund ist, wieso ich seit dem Jahre 1992
in ihrem Heimatort Bregenz – also im österreichischen
Exil – lebe. Ich war erst sieben Jahre alt, als meine
Familie und ich dazu gezwungen waren, unsere Heimat (Kalesija:
zwischen Tuzla u. Zvornik) und unseren gesamten Besitz zu verlassen
und nach Österreich zu fliehen. Einen größten
Teil meinen "Jugendjahre" habe ich damit verbracht,
die Geschichte Bosniens zu erforschen und zu hinterfragen, da
sich mir in der Schule kaum Möglichkeiten geboten haben,
überhaupt auf dieses Thema zu sprechen zu kommen und darüber
etwas zu lernen. Und wenn dies überhaupt einmal der Fall
war, bemerkte ich in Gesprächen mit Mitschülern und
Lehrern die unglaublich festgefahrenen Ansichten, die sie zum
Thema Bosnien und Bosnienkrieg hatten. &U
uml;berall waren grobe
Ansätze von unnötiger Propaganda, die jedoch nicht
auf fundiertem Wissen beruhten, sondern nur aus Informationsfetzen
bestanden, die die jeweiligen Personen nur nebenbei aus irgendwelchen
drittklassigen Klatschblättern aufgeschnappt hatten. Wenn
ich mich an die Fachliteratur wandte, war da nur die einseitige
und perspektivlose Schwarz-Weiß-Malerei der "westlichen
Medien", auf die ich aus vielerlei Gründen nicht viel
Wert legte – vor allem weil ich weiß, dass sich
das geschichtliche Geschehen nie nur in Schwarz- und Weißtönen
abgespielt hat, sondern immer ein riesiges Spektrum der verschiedensten
Grautöne gewesen ist. Und nicht selten waren die Werke
von Ivo Andric die einzige objektiv anmutende historische Quelle,
aus der man Informationen über Bosnien und die darin lebenden
Völker beziehen konnte. Diese Tatsache änderte sich
schlagartig, als ich anfing, mir Ihr Werk zu Gemüte zu
führen bzw. zu verschlingen. Ehrlich gesagt wusste ich
nur, dass ich Ihnen unbedingt einen Brie
f schreiben wollte –
welche inhaltlichen Dimensionen dieser annehmen würde,
davon hatte ich keine Ahnung. Ich wollte mich anfangs durchaus
davon distanzieren, Sie mit Lobeshymnen zu beweihräuchern
und trotzdem muss an dieser Stelle gesagt werden, dass es Ihnen
durchaus gelungen ist, mich mit diesem Werk zu überraschen.
Selten hat sich in den vergangenen Jahren überhaupt jemand
die Mühe gemacht, mit einer gewissen Objektivität
an die Geschehnisse heranzutreten, die in den letzten fünfzehn
Jahren auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens stattgefunden
haben. Die Medien haben globale Archetypen aufgebaut bzw. geschaffen,
die sich durchaus im Unterbewusstsein der breiten Massen manifestiert
haben und somit jegliche Form von Objektivität diesem brisanten
Thema gegenüber unmöglich machen. Diesen Mangel an
Objektivität haben ich und meine Familie auch am eigenen
Leib zu spüren bekommen – da wir per Definition Serben
sind (ohne jeglichen übertriebenen politischen, nationalen
oder religiösen Ambitionen) –
gleichgesetzt mit Nazis,
Mördern, Schlächtern ... Erst Ihr Buch war es, das
wieder etwas Perspektive in meine ganz persönlichen Ansichten
bezüglich diesem Thema brachte. Da gibt es doch tatsächlich
jemanden, der sich überhaupt die Mühe gemacht hat,
Sachen zu hinterfragen, anstatt einfach den Unsinn zu schlucken,
den uns die Medien und die Berichterstattung über Jahre
hinweg vorgesetzt haben. Sie sprechen in diesem Werk Themen
an, an die vor Ihnen scheinbar noch niemand überhaupt einmal
gedacht hat. Eine der interessantesten ist, neben vielen anderen,
der globale und medial verbreitete Rufmord, der an den Serben
begangen wurde. Solche prekären und vor allem kontroversen
Themen überhaupt erst anzusprechen zeugt von einer großen
Courage Ihrerseits und ich glaube auch, dass Sie trotz all dieser
schlagfertigen Argumente, die Sie in Ihrem Buch anführen,
auch oft von den verschiedensten Personen getadelt bzw. "zurechtgewiesen" wurden.
Ich könnte noch etliche interessante Beispiele a
us ihrem
Werk anführen, die mich überaus fasziniert haben,
doch ist es mir auch ein sehr großes Anliegen, dieses
Schreiben auf eine Grundaussage meinerseits Ihnen gegenüber
zu reduzieren: DANKE – für ein großartiges
Werk, das mit keiner der in Bosnien lebenden ethnischen Gruppen
liebäugelt – aber auch keine verdammt. Ich würde
mich überaus über ein Treffen mit Ihnen freuen, insofern
es Ihr wahrscheinlich sehr eng bemessener Zeitplan überhaupt
erlaubt. Darüber hinaus bin ich mir überaus sicher,
dass sich meine Familie – vor allem aber mein Vater (er
war kaum weniger von Ihrem Buch angetan, als ich selbst) über
Ihren Besuch freuen würde. Danijel S., Maturant,
Vorarlberg
Hallo! An dieser Stelle will ich Sie für „Reisen
in das Land der Kriege“ loben, denn ohne dieses Buch wüßte
ich wahrscheinlich immer noch nichts Genaueres über die
Balkankonflikte. Jürgen Z., Ingolstadt
Einen schönen guten Tag, Herr Köprune
r, Ihr Buch war
wieder ein Meilenstein für mich, um zu erleben, wie wenig
wir von den Ereignissen um uns herum durch die „normalen“
Medien erfahren und wie wichtig es ist, dass so Menschen wie
Sie uns helfen, ein ganzheitlicheres Bild unserer Welt sehen
zu können. Meinem Bruder Hubert Wöffen verdanke ich
es, dass dieses Buch mich fand.
Kennen Sie den Film: Bowling for Columbine? Falls nicht, hier
ein kurzer Auszug aus diesem Film, der mit dem Kosovokrieg zu
tun hat: „20. April 1999“ (es sind Bilder des Krieges
zu sehen, dazu folgende eingeblendete Zeilen): „Kosovokrieg:
längstes 1-Tag-Bombardement der USA; 22 Nato Raketen fielen
auf die Kleinstadt Bogutovac; die tödliche Fracht wurde
über Wohngebiete abgeworfen“ „Bill Clinton
sprich im Fernsehen): „Wir bekämpfen die serbischen
Unterdrücker vehement und versuchen gleichzeitig, die unschuldige
Bevölkerung zu schonen.“ (Bilder des zerstörte
n
Krankenhauses und der Grundschule werden eingeblendet mit nachfolgender
Schrift:) „Auch ein Krankenhaus und eine Grundschule wurden
getroffen. 1 Stunde später: Bill Clinton“ (im Fernsehen
zu sehen, nach dem Massaker an Schülern und Lehrern der
Columbine High School): „Wir alle wissen, es gab ein schreckliches
Massaker in einer High School in Littleton/Colorado. Ich hoffe,
das amerikanische Volk betet für die Schüler, Eltern
und Lehrer. Wir warten auf weitere Neuigkeiten, bevor wir mehr
dazu sagen.“ Karl Wöffen, Solingen
Lieber Kurt Köpruner. Ich habe Dein Buch schon vor einiger
Zeit gelesen, mehrmals (auf Deutsch, auf Serbisch). Lange Zeit
habe ich gebraucht, mir zu überlegen, wie ich mein Empfinden
Dir gegenüber darstellen und mich für das Buch bedanken
soll. Und leider werde ich auch weiter mein Gefühl nicht
in Worten ausdrücken können. Dein Mut und Deine Wahrnehmung
der Ereignisse ist hinreißend. Eine Deiner Leserinnen
hat sic
h im Gästebuch so ausgedrückt: „Gestern
habe ich das Buch bis zum Ende gelesen, und ich muss sagen,
dass es leichter war, das in 10 Jahren zu überleben, als
all das in 10 Tagen auf einmal zu lesen. Jovana Petrovic, Belgrad.“
Als ich die letzten Zeilen Deines Buchs gelesen habe, bekam
ich eine Gänsehaut und war die nächsten Tagen sehr
mitgenommen. Ich übertreibe nicht!!! Parallel zu dem, habe
ich mich oft gefragt, was für ein Mensch Du bist. Einiges
habe ich durch dieses Buch erfahren. Das, was Du geschrieben
hast, ist mehr als nur ein Buch und da bin ich mir sicher, dass
ich nicht der einzige bin, der so denkt. Ich beschäftige
mich seit langem mit der Suche nach der Wahrheit. Nicht nur
mit Ex-Jugoslawien. Es würde mich sehr freuen, wenn ich
Dich einmal treffen würde. Vielleicht bei einer Deiner
Lesungen oder vielleicht wenn Du das nächsten mal im Ländle
bist. Vielen Dank, dass Du dieses Buch geschrieben hast!!! Uros
Miletic, Lauterach
Einfach Super !!! Wer die wahrheit erf
ahren will, sollte das
lesen. Ich lese zwar nicht viel, aber dieses buch bekam ich
gestern. heute hab ich schon die ersten 150 seiten verschlungen.
man kann einfach nicht aufhören, dieses buch zu lesen.
wer das liest, erfährt inwiefern der westen mist gebaut
hat auf dem balkan und dass die serben zu unrecht schlecht dargestellt
wurden, sowohl von den restlichen jugoslawischen ländern,
als auch von den westlichen medien und politikern. ein muss
für jeden nicht ja-sager! Rezensent: Goran Janjic
aus Landshut. (Amazon Leserrezension)
Derselbe in einer E-Mail an den Autor:
hallo, ich habe gestern soeben das buch zu ende gelesen. in
mir kam so vieles wieder auf, was geschichtliches angeht (1990-2000).
erschütternd fand ich auch, dass es doch tatsächlich
diese kristallnacht auch bei uns gab... ich hab zuvor noch nie
was von gehört. sie leben in regensburg immer noch? ich
komme aus landshut, falls ihnen das etwas sagt. Goran
Janjic, Landshut
Sehr geehrter Herr Köpruner, im Vergleich zu anderen Lesern
habe ich erst gestern angefangen, Ihr ausgezeichnetes Buch über
die so traurigen Ereignisse in Jugoslawien zu lesen. Den Meinungen
vieler Leser in ihrem Gästebuch schieße ich mich
an und sage ich schon jetzt: Herzlichen Dank! Ich leiste auch
seit Jahren hierzulande ähnliche Aufklärungsarbeit
– eine wahrlich schwere Aufgabe ... Mit der Problematik
auf dem Balkan bin ich vertraut, u. a. war ich einige Jahre
als Berater für Flüchtlinge tätig, in diesem
Jahr habe ich bereits vier Vorträge über den Balkan
(allgemein sowie speziell über Jugoslawien und Bulgarien)
gehalten. Im Januar folgt ein weiterer Vortrag über Slowenien
und im März über den Kosovo (beide an der Volkshochschule
Augsburg). Sicherlich werde ich bei der Vorbereitung auch Ihr
Buch verwenden. Ludmil Janev, Internationales Jugendzentrum
Haidhausen/München
Sehr geehrter Herr Koepruner! Ich lebe und arbeite jetzt in
Nor
wegen, aber ich stamme aus Jugoslawien, dem Land, ueber das
Sie schreiben. Ich bewundere Ihren Mut, der Welt die Stirn zu
bieten und Ihre Entschlossenheit, die Menschen ueber die wahre
Entwicklung und Lage im ehemaligen Jugoslawien zu informieren.
Ich arbeitete als freiwillige Ärztin sowohl in der Krajina,
als auch im Kosovo. Mein Tagebuch aus dieser Zeit wurde in Serbien
publiziert: „Iz Krajine koje vise nema“. Ich musste
ueberrascht zur Kenntnis nehmen, dass die Menschen in Norwegen
nicht so frei sind, wie ich es erwa
rtete, dass sie aengstlich
auf Meinungen reagieren, die sich von jenen der Maechtigen unterscheiden.
Deshalb war ich angenehm ueberrascht, dass Ihr Buch in Deutschland
und Oesterreich publiziert wurde. Man muss andere Meinungen
hoeren! Senden Sie mir bitte sechs Exemplare Ihres Buches, auf
Deutsch oder auf Englisch, damit ich es meinen Freunden und
Bekannten hier
geben kann. Ihr einzigartiger Text wird ihnen
helfen zu sehen, dass es da draussen noch jemanden gibt, der
meine eigene Meinung teilt. Vielen Dank fuer Ihre grosse Anteilnahme
an meinem blut
enden Land. Dr. Zorica Mitic, Oslo
Lieber Kurt Köpruner! Ich habe soeben Ihr Buch verschlungen,
und von allen Bücher, die ich bis jetzt zum Thema gelesen
habe, gefiel mir Ihres am besten. Die Verzahnung von subjektiv
Erlebten und politischer Analyse, die selbstreflexive Beschreibung
ihres Erkenntnisprozesses sowie die klare, unprätentiöse
Sprache machen das Buch besonders spannend. Es gehorcht der
Dramaturgie des Bildungsromanes. Ist berührend, ohne zu
berechnen, und lehrreich, ohne zu belehren. Und das Schlußkapitel
hat mich, der sich als Linker Pathos und Sentimentalität
eher verbittet, seelisch ziemlich ergriffen. Ein schöner,
trauriger Schluss. Wenn mich jemand in Zukunft nach Literatur
zum Thema befragt, werde ich ohne Zögern Ihr Buch als Erstes
empfehlen. Haben Sie Dank für Ihr beeindruckendes Buch. Richard Schuberth, Wien
Sehr geehrter Herr Köpruner, als ich mit Bekannten und
Verwandten vor Jahren über die d
amals stattfindenden Jugoslawien-Kriege
sprach, äußerte ich Bedenken über die Darstellung
der Serben in den Medien. Daraufhin wurde ich teilweise wüst
beschimpft oder gar als Linker bezeichnet, was in meinem Fall
schlichtweg ein Witz ist. Ihr wunderbares Buch hat meine schlimmsten
Befürchtungen über die Rolle der Medien und Politiker
in diesem Zusammenhang bestätigt. Das Leseerlebnis ist
noch frisch und ich denke viel über Ihre Schilderungen
nach. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, bis sich meine
aufgewühlten Emotionen wieder beruhigt haben. Sie haben
meinen (ohnehin recht objektiven) Blick geschärft und dafür
möchte ich mich bei Ihnen persönlich bedanken. Winfried
Kästner, Berlin
Sehr geehrter Herr Köpruner, ich habe Ihr Buch gelesen
und bin begeistert und erstaunt gleichzeitig. Ich wusste, dass
es viel Propaganda in Bosnien und beim Kosovo Konflikt gab,
aber gleich so viel!? Ich bin Schüler der FOS München
und ich muss eine Semi
nararbeit schreiben. Das Thema lautet
„Medien und Krieg“. Ich befasse mich genauer mit
dem Thema „Propaganda im Kosovo Konflikt“. Bitte
senden Sie mir weiteres Informationsmaterial und Quellenangaben. Milos Lazic, München
Lieber Herr Koepruner! Vielen Dank fuer Ihren Bericht! Ich wuensche
Ihrem Buch „Reisen in das Land der Kriege“ eine
weite Verbreitung und eine Uebersetzung in's Serbokroatische
damit man auch im ehemaligen Jugoslawien sieht, dass in Europa
nicht ausschliesslich irregeleitete Schafe leben, die laut nachbloeken,
was Ihnen beigebracht wurde. Und damit man sieht, dass Luegen
auch nicht unwidersprochen bleiben, wenn so viel Geld dahinter
steht. Ihr Buch macht wieder Mut. Subhash,
Wien
Ich muss sagen, dass mir Ihr Werk ausserordentlich gut gefällt.
Natürlich, hie und da gibt es Stellen, die ich vielleicht
anders geschrieben hätte, aber insbesondere die Schilderung
der
persönlichen Erlebnisse finde ich wirklich sehr, sehr
gut gelungen. Mein Kompliment. Dejan Mikic, Zürich
Lieber Kurt, endlich habe ich Dein Buch gelesen. Es gehört
zu den sehr seltenen Lese-Erlebnissen, deren Eindruck nicht
wieder verwischt wird durch Anderes und Neueres, sondern bleibt.
Sachlich habe ich Manches gelernt und erfahren (beispielsweise
die Geschichte mit der BRD-Botschaft in Sarajevo!). In manchen
Fragen komme ich zu anderen politischen Beurteilungen als Du.
Das Thema des Buches, das Bild, das es zeichnet, heißt:
Die lebendigen Menschen verhalten sich ganz normal; sie haben
ihre Ängste und Sorgen, ihre Alltäglichkeiten, ihre
Freuden. Vom „Kampf der Kulturen“ und dergleichen
gemeingefährlichen Schwachsinn wissen sie nichts, sofern
man sie nicht „enthauptet“, ihnen ihren eigenen
Kopf genommen hat. Großartig die Steigerung in der Entwicklung
des Motivs – auch dramaturgisch großartig –
zur Reise ins Kosovo im Jahr 2000. Auch hier, in dieser Extrem
-Lage,
stellst Du den Lesern Menschen einfach als Menschen in ihren
konkreten Lagen vor. Der alte Solon sagt in einem Gedicht: Das
Meer (Metapher für das Volk, die Menschen) ist völlig
„gerecht“, in Ordnung (wörtlich: ist das gerechteste),
solang sie nicht von Strömen (also von außen) aufgewühlt
wird. Das berührt mich stark. Dr. Wolf-Dieter Gudopp-
von Behm, Frankfurt a. M.
Es gibt bereits genug Bücher über die Jugoslawien-Konflikte
mit denen man ganze Bibliotheken füllen könnte, so
dass es schwierig ist zu wissen, welche Bücher man lesen
sollte, wenn man sich mit der Sachlage über die jüngsten
Balkan-Konflikte vertraut machen will. Dieses Buch gehört
auf alle Fälle dazu, es ist ein lebendiger und aufrichtiger
Bericht von einem unvoreingenommenen und ehrlichen Mann, der
über das schreibt, was er erlebt hat. Dieses Buch wird
sicherlich zu einem Standardwerk avancieren und noch in Fünfzig
und Hundert Jahren gelesen werden. Es gibt noch vieles,
was
man über dieses Buch sagen könnte. Folgendes aber
umschreibt wohl am besten dieses Buch: Viele Bücher und
Autoren kommen und gehen, Kurt Köpruner und sein Buch bleiben
bestehen. (Amazon Leserrezension) Andreas Zgraggen,
Frankfurt a. M.
Sehr geehrter Herr Köpruner! [...] Am liebsten ist mir
die Beschreibung des Prozesses, wie und was Sie alles erlebt
und Schritt für Schritt gelernt haben; mit den Augen eines
Fremden, wie es etwa eine Leserin wie ich es bin, miterlebt
haben könnte, die weder Vorurteile noch Vorahnungen hat;
den
Prozess, wie Sie sich nach und nach von Ihren bis dahin
besessenen Kenntnissen und Informationen haben trennen müssen.
Die Beschreibung Ihrer ersten Reise nach Zadar ist für
mich besonders eindrucksvoll, schon die von dem ersten Tag in
Zagreb: die Reaktion der Leute vor dem Fernseher über das
Fußballspiel zwischen „Roter Stern” und „Olimpique
Marseilles” interessiert mich sowie Ihre Reaktion: „Ich
verstand die Welt nicht mehr.” Wie eindrucksvoll sind
all die Menschen , die Sie dann in Zadar kennen gelernt haben,
wie Josip, Cupe, Maria, und besonders Arif! Und mit was für
Mitgefühl und liebevollem Blick Sie alle diese in Not geratenen
Menschen sehen und beschreiben! Was mich aber auch interessiert,
ist die Art, wie und was Sie über sich selbst beobachten
und beschreiben, der Sie über die kriegerische Situation
noch nicht Bescheid wissen und sich darüber manchmal wie
ein Kind wundern bzw. verhalten müssen. Wie eindrucksvoll
ist die Beschreibung ueber Ihre zweite Reise nach Zadar, Ihren
Abschied von Snjezana und nicht zuletzt die Geschichte von Pero!
Bei den Stellen aus der Zeit, nachdem Sie die Medienberichte
schon mit Ihren eigenen Erfahrungen vergleichen haben koennen,
klingt mir Ihr Beschreibungston entschiedener als bei den vorangegangenen
Stellen; aber immer noch auf eine Weise, dass der Leser am Prozess
teilhaben kann. Aus Ihrer Beschreibung ueber die allgemeine
Geschichte habe ich bewundert, dass Sie so eifrig viel Mater
ial
recherchiert haben, woraus ich vieles gelernt oder ueber die
mir schon bekannten Kenntnisse bzw. Informationen wieder nachgedacht
habe. Sympathisch ist mir in diesem Zusammenhang vor allem Ihre
Sicht, die sich aus Ihrer Frage – „Was ist objektiv
historisch? – ergibt. Das Kapitel über den Kosovo
habe ich mit großer Spannung gelesen und mit Ihnen die
Menschen dort gefuehlt. Ich finde auch das allerletzte Kapitel
des Buches „Am Ende des Jahrzehnts“ sehr schoen,
in dem Sie Ihren eigenen zehnjaehrigen Gang durch Ex-Jugoslawien
noch mal zurückgeblickt haben. Mit den unvergessenen Worten
von Milan: „Das war nur eine Illusion.“ Prof.
Mizue Motoyoshi, Kumamoto (Japan)
Sehr geehrter Herr Koepruner, zuerst
mochte ich mich vorstellen. Ich bin von der Nationalitat her
ein Serbe aus der Umgebung von Nis und bin ueber dreissig Jahre
lang als Diplomat taetig gewesen. In dieser Zeit habe ich fuenf
Mandate in Deutschland abgeleistet (Mannheim, Bonn, Freiburg,
Duesseldorf und zuletzt Hamburg), wodurch ich fast das ganze
Land sehr gut kennengelernt habe. Ich kenne also die Zeiten
der guten und schlechten Beziehungen zwischen unseren beiden
Laendern, aber auch die Beziehungen in der weiteren Vergangenheit.
Ihr Buch habe ich mit grossem Interesse im Urlaub in Griechenland
gelesen und kann sagen, dass das Buch eine angenehme Ueberraschung
fuer mich war. In vielen Ihren Darstellungen und Ueberlegungen
ueber die sog. „jugoslawische Krise“ der neunziger
Jahre des vorigen Jahrhunderts habe ich meine eigenen erkannt,
weswegen ich das Buch praktisch verschluckt habe.
Meiner Meinung nach haben Sie allerdings einen falschen Vorwortschreiber – Herrn Peter Glotz – gewaehlt. Er mag ein guter
Kenner der deutschen und angloamerikanischer Geschichte sein,
aber er ist kein Experte fuer den Balkan und besonders nicht
fuer Jugoslawien. Er wurde zwar oft als Jugoslawienexperte vorgestellt
und galt als quasi Autoritaet fuer Erlaeuterungen ueber die
sog. jugoslawische Krise. Ich habe in seinen Ausfuehrungen immer
wieder festgestellt, dass er mit Halbwahrheiten manipuliert
und sich von schon im Westen vorgegebenen Klischees nicht distanzieren
kann. Alle seine Erklaerungen, auch jene, die der Wahrheit entsprechen,
bekommen den Beigeschmack des schon irgendwo in der Presse oder
TV-Sendungen Gelogenen, Gesehenen oder Gehoerten, was ihn desto
unglaubhafter macht. Das ist eben der Grund, weswegen er in
seinem Vorwort ueber Ihre „Erzaehlungen“ und nicht
ueber die Tatsachen spricht, zu welchen Sie nicht nur durch
Gespraeche mit Einzelpersonen gekommen sind. Sie hatten die
Ereignisse und deren Ursachen nicht im politischen und geschichtlichen
Konzept verstanden, sondern nur gespuert, aber dadurch das Buch
dem Leser naher gebracht. Herr Glotz waere nicht Herr Glotz,
wenn er Ihnen nicht jede politische Kompentenz absagen wuerde.
Diese Kompetenz nimmt er nur fuer sich in Anspruch und er weiss
immer alles besser als die anderen. In vielen anderen Behauptungen
ueber den Wert Ihres Buches stimme ich Herrn Glotz allerdings
vollkommen zu. Besonders wenn er ueber Ihre Gerechtigkeit und
Ausg
ewogenheit hinsichtlich aller Kriegsparteien spricht.
Ich sehe in Ihrem Buch einen grossen Vorteil im Vergleich zu
anderen Buechern ueber Jugoslawien, dass Sie naemlich als erster
versucht haben, auch geschichtliche Voraussetzungen und Ursachen
fuer die juengsten Geschehnisse zu recherchieren. Ohne die Vergangenheit
eines Volkes zu kennen, seine inneren und aeusseren Konflikte,
Erwartungen, Beteiligung an verschiedenen internationalen Geschehnissen,
gegen es verrichtete Ungerechtigkeiten, seine Charakterzuege – mit einem Wort seine Geschichte, kann man auch die Gegenwart
und jetzige Ereignisse nicht verstehen. Diese Verbundenheit
ist eben der Schluessel fuer das Verstehen der zeitgenoessischen
Ereignisse. Sie haben das offensichtlich verstanden und deswegen
auch Ihr Buch so konzipiert.
Das Buch liest man sehr lei
cht, es ist verstaendlich und die
Argumentation ist klar und deutlich. Ich sehe noch einen Vorteil
und zwar: Sie als freier und unparteiischer Beobachter und Darsteller
unterliegen nicht den politischen Machereien und sind demzufolge
nicht gezwungen, sich der allgemein geltenden, taeglichen, politischen
Meinungen anzupassen und diesen zu dienen. Das macht Ihr Buch
glaubhafter, aber dazu tragen auch direkte Aussagen der einzelnen
Akteure oder gewoehnlichen Leute bei. Jeder Krieg ist grausam
und die Buergerkriege sind die grausamsten. So gab es auch in
den juengsten jugoslawischen Kriegen Kriegsverbrecher auf allen
Seiten. Die Hauptfrage ist aber, weswegen es zu diesen Kriegen
gekommen ist? Wie gross ist die Schuld der einheimischen Mitmischer
und wie gross jene der sog. internationalen Gemeinschaft? Wer
ist diese „internationale Gemeinschaft“? (Etwa Deutschland,
England, Frankreich, Italien, oder Oesterreich, Ungarn und USA?).
Ist diese „internationale Gemeinschaft“ wirklich
willig gewesen, den Jugoslawen zu helfen oder war es umgekehrt,
die Errungenschaften des Zweiten Weltkrieges zu revidieren?
Glaubt man wirklich, dass das jugoslawische Problem geloest
worden ist, wie man sehr oft von „hochangesehenen“
Politikern hoert? Sie haben, Herr Koepruner, alle diese Fragen
angesprochen und wie keiner von diesen „hochangesehenen“ Politikern erklaert.
In Ihrem Buch gibt es auch schwaechere Stellen. Auch Sie nehmen
manchmal einige allgemein angenommenen Behauptungen unkritisch
an und behandeln diese als bewiesene Tatsachen. Das ist aber
verstaendlich – bei so vielen veroeffentlichten Desinformationen
kann man sich nicht immer zurechtfinden. Sie haben Ihr Buch
sehr ambitioes angefangen und der erste Teil ist viel kompakter.
Im zweiten Teil, als ob Sie die Kraft oder Geduld verloren haetten,
ueberspringen Sie sehr wichtige Ereignisse und so bleiben Ihre
sonst sehr korrekten und wichtigen Feststellungen und Behauptungen
in der Luft haengen und so wirken Sie nicht ganz so ueberzeugend
wie am Anfang des Buches. Das betrifft besonders die Ereignisse
in Kosovo und Metohien und teilweise in Bosnien und Hercegovina.
Sie werden verstehen, wenn ich nicht alles in Einzelheiten eroertern
moechte.
Was unseren ehemaligen Praesidenten Milosevic anbetrifft, er
gehoert tatsaechlich zum Gerich
t, aber nicht in Den Haag, sondern
vor ein jugoslawisches Gericht. Er sollte sich aber auch nicht
wegen der ihm in Den Haag vorgeworfenen Missetaten und ang.
Verbrechen verantwortlich machen, sondern fuer das, was er zu
Gunsten Jugoslawiens und serbischen Volkes NICHT getan hat.
Er ist fuer die Serben in Kroatien, in Bosnien und Herzegovina
und nicht zuletzt fuer Serben in Kosovo und Metohien verantwortlich
gewesen. Warum hatte er den Krieg angefangen, wenn er ihn nicht
zu Ende gefuehrt hat? Warum hatte er alles akzeptiert (kapituliert),
was er vorher nicht akzeptieren wollte? Warum hatte er den Vertrag
von Dayton und den Vertrag von Kumanovo unterzeichnet? Was bedeuten
diese Vertrage und was haben sie uns gebracht? Wir sind nach
alledem noch immer ein Schurkenland, ein abgeworfener und gehasster
Staat unter staendigen Drohungen und Ultimaten geblieben. Das
bezeugt am besten der juengste Antrag der Amerikaner, nach dem
wir einen Vertrag unterzeichen sollten, keine amerikanischen
Soldaten und Buerger vor dem neuen internationalen Gericht fuer
Kriegsverbrechen und andere Straftaten anz
uklagen; und auf der
anderen Seite verlangen sie von uns, dass wir alle unsere Kriegsverdaechtigen
nach Den Haag schicken, nur weil sie ihr eigenes Land und Volk
verteidigt haben. Kann man sich ueberhaupt vorstellen, was geschehen
wuerde, wenn jemand oder ein Militaerbuendnis die USA wegen
Vertreibung der Mexikaner oder wegen der Verletzung der Menschenrechte
der Schwarzen in USA bombardieren wurde?
In der Hoffnung, dass meine Meinung ueber Ihr Buch Ihnen keinen
Anlass geben konnte, sich fuer unser Schicksal nicht weiter
zu interessieren, verbleibe ich mit freundlichen Gruessen Ihr
ergebener Miroljub Milanovic, Generalkonsul a.D., Belgrad
Lieber Herr Köpruner, ich habe
Ihr Buch gelesen – und es spricht mich sehr an. Der Blick
für Kleinigkeiten, für die Menschen oft am unteren
Ende der Gesellschaftsskala, hat mich sehr berührt. Es
wird sehr deutlich, dass Sie sich wirklich auf die Menschen,
denen Sie begegnen, in einer tiefen Weise einlassen und versuchen,
me
nschlich gegenüber ihnen zu handeln und zur Verbesserung
ihrer Situation beizutragen. Und es wird überdeutlich,
wie durch die internationale Politik die Lebensentwürfe
und Zukunftschancen vieler Menschen in Jugoslawien zerstört
wurden – was Sie mit profunder Sachkenntnis zu schildern
verstehen. Auf Ihren Reiseschilderungen kam es mir manchmal
vor, als würde ich mit in ihrem Audi sitzen – die
Straßen erschienen mir vor meinem Auge. Mit besten Grüßen
und herzlichem Dank für ihr authentisches Buch. Clemens
Ronnefeldt, Krastel
Ich möchte Ihnen mein Vergnügen ausdrücken, wegen
der Art und Weise, wie Sie der Deutung der jugoslawischen Tragik
hinzugetreten sind. Es war für mich nicht schwer, dass
ich in Ihrem Buch seine Haupttugend entdecke, d. h. den Versuch,
die Begebenheiten unbefangen und gerecht zu beurteilen. Allen
denen, die sich bei der Beurteilung des jugoslawischen Dramas
des Unwissens als rettender Kote bedienen, haben Sie d
as Recht
auf solches Benehmen genommen. Ich wünsche Ihnen, dass
Sie auch weiterhin die Integrität Ihrer Persönlichkeit
aufbewahren und unbeugsam in der Verteidigung der Wahrheit ausdauern. Prof. Dr. Dejan Medakovic, Belgrad
Sehr verehrter Herr Koepruner, mit großem Interesse und
großer Zustimmung haben wir das Interview mit Ihnen im
"Neuen Deutschl
and" gelesen. Auch Ihr Buch ist uns
bekannt. Wir habe es mit zunehmender Erregung aufgenommen. Es
ist mit einer wunderbaren Objektivität geschrieben. Brigitte
und Martin Dressel, Berlin
Lieber Herr Köpruner, ich finde Ihr Buch sehr gut, muss
mich aber prüfen, ob ich da nicht politisch bestechlich
bin, denn die von Ihnen vorgetragenen Positionen stimmen mit
den meinen, so weit ich zu diesem Thema mir überhaupt Ansichten
aneignen konnte, überein. Natürlich, das wissen Sie
selbst, ist das von Ihnen Vorge
tragene auch nicht neu, sondern
wird immerhin von einer Minderheit geteilt. Das Besondere Ihres
Buchs sind die Erlebnisberichte, di
e Ihnen niemand nachmacht.
Schnee von gestern ist es auch nicht. Wenn ich es recht sehe,
war der Angriff auf Jugoslawien 1999 ebenso völkerrechtswidrig
wie der jetzige Krieg der USA im Irak. Mir verschlägt es
immer wieder den Atem, wenn Leute, die 1999 für den Krieg,
der mit Beteiligung Deutschlands geführt wurde, waren,
nun gegen einen Krieg gleicher völkerrechtlicher Nichtqualität
sind, bei dem Deutschland nicht dabei ist (z.B. Grass). Vielleicht
wäre es gut, die Impulse Ihres Buches auch zu DIESER Wahrheitsfindung
zu nutzen. Sie sehen: Sie haben mich auch im Denken angestoßen.
Auch dafür herzlichen Dank. Prof. Georg Fülberth,
Marbach
Sehr geehrter Herr Köpruner, ich habe Ihr Buch verschlungen
und finde es ausgezeichnet: kompositorisch, sprachlich, inhaltlich. Achim Engelberg, Berlin
Ihr Buch – wir schenkten es uns zum Jahreswechsel –
ist eine Freude: Weil es mit Hirn und Herz jenes Jugoslawien
zeigt, das auch wir – keineswegs widerstandslos, doch
ohne Chance gegen die Nationalbestien, ihre Press- und
Hetzmeuten dort wie hier – verloren haben. Uwe
Dick, Niederperlesreut
Ich weiß, viele Österreicher sind nicht bereit, zu
so einem Buch zu greifen, geschweige denn, es zu lesen. Es wird
aber die Zeit kommen – vielleicht in 5, 10, oder 20 Jahren
–, wenn Österreich stolz und dankbar gegenüber
allen jenen Menschen sein wird, wie es Herr Köpruner, Herr
Olschewski und andere sind, dafür, daß sie ein Zeugnis
hinterlassen haben, mit dessen Hilfe das Klischee zerstört
wird, wonach die Österreicher generell nicht bereit sind,
die Serben als ein europäisches Volk anzunehmen. Als ein
Mensch der von diesen Landesbreiten stammt, dessen Herz es noch
immer schmerzt, daß jenes schöne und große
Jugoslawien verschwunden ist, habe ich einige Kapitel des Buches
als ein geschriebenes Legat für mein eigenes Leben gelesen
und empfunden, über alle jene Fragen, die ich sich selbst
und den anderen gestellt und in den Zeitungsartikeln, im TV
öffentlich vorgetragen habe, und nicht zuletzt, als oppositioneller
Abgeordneter im serbischen Parlament mich fragend zur Wort gemeldet
habe. Es erweckt in mir Erinnerungen an den Verlust meiner Freundschaften,
an Weggehen und Abschied, an das Verschwinden vieler lieben
Menschen; es macht Erinnerungen an eigene Ängste wach,
im Wirbel der Kriege meinen eigenen Sohn, meinen eigenen Bruder
verlieren zu können, Erinnerungen an das Leben in Belgrad
unter den NATO Bomben, an die erregenden Oktobertage und an
die Freude, daß mein Land, endlich, in die Familie der
europäischen Länder zurückkehren kann. Wir haben
alles verloren, was noch zu verlieren übrig blieb, außer
unsere Würde und Freiheit, doch dies genügt, einen
neuen Anfang zu machen. Botschafter Mihajlo Kovac, Wien,
Belgrad
Lieber kurt, ich sehe grad, dass deine lesung in wien genau
einen monat her ist... dein buch habe ich innerhalb einer woche
verschlungen (das ist wirklich eine ehre ;-). es war für
mich die x-te auflage der komplizierten historischen geschehnisse
in jugoslawien, die ich jetzt hoffentlich in halbwegs geordneter
weise im kopf behalte, weil einfach eine geschichte dahintersteht,
wie du sie wunderbar beschrieben hast. die menschen haben endlich
einen namen, ein gesicht, eine sprache, eine individualität
und eine (vor allem auch örtliche) nähe bekommen.
auch die linken sprechen immer nur von zahlen, fakten und volksgruppen.
ich wünsche dir noch viele auflagen deines buches! es hat
mich sehr gefreut, dass wir uns in wien kennengelernt haben!
viele grüsse, manuela aus Wien
Lieber Kurt Köpruner! Ich wollte
Ihnen schon lange mal schreiben, w
eil ich, kurz nachdem ich
Ihr Buch erworben hatte, das erste Mal in Bosnien-Herzegowina
war. Das war für eine Exkursion mit dem bosnischen Architekten
Mladen Jadric, mit dem ich zusammenarbeite, u. 35 Studenten.
Inzwischen war ich schon oft innerhalb unseres Go East-Projekts
in BiH. Viele Ihrer Eindrücke, die Sie im Buch festgehalten
haben, haben sich mir bestätigt. Elisabeth Gschaider,
Wien
Kurt Koepruners Buch schlisset sich
der wachsenden Zahl jener Publikationen an, in denen sich die
Wahrheit ueber die Kriege in Jugoslawien Bahn bricht. Seit dem
Bombenkrieg der NATO gegen Jugoslawien ist keine einzige Publikation
erschienen, in welcher die Luftangriffe gerechtfertigt oder
verteidigt worden wären. Die NATO und ihre Mitglieder,
allen voran die USA, haben in ihrer Arroganz eine solche Rechtfertigung
nicht fuer notwendig befunden. Hingegen wächst die Zahl
der kritischen Bücher, in denen die wahren Hintergründe
der Aggression, die Manipulation Nutzung der Medien durch die
Politik und auch mögliche Altern | |